Schweizer Frauen werden an der EM nur Fünfte

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Inline-Hockey Ernüchterung im Team des Schweizer Frauen-Nationalteams: Es wurde an der EM in Boskovice nur Fünfte. Die Weinfelderin Rahel Michielin sprach von einem «klar verpassten Ziel». Nationaltrainer Daniel Zbinden lag mit seiner Prognose goldrichtig: «Wir müssten über uns hinauswachsen, um uns für die Medaillenspiele qualifizieren zu können», sagte er vor dem Turnier. Das tat die mit neun Thurgauer Vizemeisterinnen angetretene Schweizer Equipe an der EM in Tschechien nicht.

14 Tore in zwei Spielen wiegen den Rest nicht auf

Die Schweizerinnen verloren die Spiele gegen die höher eingestuften Gegnerinnen wie Tschechien (2:6), Frankreich (0:4) und Finnland (1:4) deutlich oder wie gegen Italien (0:1) nur knapp. Gegen die hinter ihnen klassierten Teams aus Schweden (3:0) und Lettland (11:0) erzielten die Schweizerinnen zwar 14 Tore und blieben ohne Gegentreffer, doch zu mehr als dem undankbaren fünften EM-Rang – mit drei Punkten Rückstand auf Italien – reichte es nicht. Zu wenig für Assistenzcaptain Rahel Michielin. Die Weinfelderin war in ihrem Urteil unmissverständlich: «Wir haben unser Ziel, die Medaillenspiele, klar verpasst. Das ist enttäuschend.»

Michielin als beste Torschützin abgelöst

Mit vier Punkten aus sechs Spielen (zwei Tore und zwei Assists) blieb Michielin – nach dem Gewinn der internen Torschützen-Krone an der WM 2016 – diesmal nur Platz zwei hinter der Bernerin Dominique Scheurer mit sechs Punkten. Nebst Michielin holten sich auch alle andern Thurgauerinnen Skorerpunkte: Nadja Dierauer, Natatscha Stejskal sowie Stefanie und Jennifer Barmettler je drei, Natascha Brunner, Stephanie Lehner und Florence Schindler je zwei. Goalie Larissa Friant stand in fünf der sechs Spiele im Einsatz. (dm)