SCHWEIZER CUP: Schon wieder Michael Lang

Wie so oft in den vergangenen anderthalb Wochen, stand Michael Lang auch im Viertelfinal gegen Luzern im Mittelpunkt. Dem rechten Basler Aussenverteidiger gelang beim 2:1 die zweite Doublette in Serie.

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Im Stil eines Goalgetters: Michael Lang. (Bild: Patrick Straub/KEY)

Im Stil eines Goalgetters: Michael Lang. (Bild: Patrick Straub/KEY)

Von einer Quote von 7 Toren in 22 Pflichtspielen träumt so mancher Akteur, vor allem wenn er in einer Abwehr agiert. Michael Lang kann diesen Wert vorweisen, wobei sechs dieser sieben Treffer innert elf Tagen zustande kamen: je einer gegen Sion und gegen Manchester United sowie je zwei in den beiden Vergleichen mit Luzern in der Meisterschaft und im Cup. Auch diesmal stand der Thurgauer aus Egnach im Stile eines Goalgetters zweimal am richtigen Ort, als weite Bälle verlängert wurden: vor dem 1:0 in der 14. Minute durch Alexander Franssons Kopf, vor dem 2:1 in der 52. Minute durch die unzureichende Abwehr des Luzerner Goalies Jonas Omlin. Dazu lenkte der Basler Captain beim Ausgleich durch den FC Luzern in der 22. Minute einen Schuss von Pascal Schürpf mit der Ferse unhaltbar ab. Besonders bitter war das 1:1 für Mirko Salvi: Der Basler Cup-Goalie musste sich mit dem ersten und lange Zeit einzigen Luzerner ­Abschluss aufs Tor bezwingen lassen.

So unterhaltsam wie die letzten Auftritte – «Alleinunterhalter» Lang hin oder her – war Basels 32. Einzug in den Halbfinal des Schweizer Cups nicht. Gleichwohl hatte der FC Basel das Geschehen vor nur 7715 Zuschauern, der kleinsten Kulisse in einem Heimspiel seit dem Cup-Viertelfinal 2014 gegen Le Mont, praktisch vollends und ohne ans Limit zu gehen im Griff. Zu Chancen, die Partie nach dem 2:1 in ruhigere Bahnen zu lenken, kam der Titelverteidiger aber nicht wirklich.

Unglaubliche Wende in Zürich

Mit einem nicht für möglich gehaltenen Sturmlauf gewann der FC Zürich den Cup-Viertelfinal gegen Thun 4:3. Noch nach 85 Minuten führten die Berner Oberländer 3:1. Die Spieler von Trainer Uli Forte hatten in der ersten Halbzeit derart matt, lustlos und lethargisch gewirkt, dass ihnen keine derartige Steigerung zuzutrauen war. Die Zürcher waren danach aber in der ganzen zweiten Hälfte überzeugend. Im Gegensatz zu den ersten 45 Minuten, in denen sie nie eine reelle Chance herausgespielt hatten, liessen sie Angriff um Angriff rollen, so dass das Anschlusstor von Moussa Koné schon nach 50 Minuten verdient und logisch war.

Die Zürcher liessen sich auch nicht beirren, als Stürmer Simone Rapp nach 77 Minuten einen der wenigen Konter mit seinem zweiten Tor des Abends zum 1:3 abschloss. In der vierten Minuten der Nachspielzeit traf Michael Frey vor nicht einmal 5000 Zuschauern im Letzigrund mit einem satten und platzierten Flachschuss aus 18 Metern zum 4:3. Dazwischen hatten die Thuner das 3:3 auf ihre Kappe nehmen müssen. Keiner von ihnen hatte Verteidiger Rasmus Thelander in den Strafraum begleitet, so dass der Däne unbedrängt zum Kopfball kam und traf. (sda)