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SCHWEIZER CUP: Das chronische Scheitern der Young Boys

Der FC Münsingen hat das grosse Los gezogen. Die Young Boys verschieben sich für den Achtelfinal von heute 15 Kilometer südostwärts nach Münsingen. Chancenlos wird das 1.-Liga-Team nicht sein.
Adi Hütter verlor im vergangenen Jahr mit seiner Mannschaft im Viertelfinal gegen das unterklassige Winterthur. (Bild: Thomas Hodel/KEY)

Adi Hütter verlor im vergangenen Jahr mit seiner Mannschaft im Viertelfinal gegen das unterklassige Winterthur. (Bild: Thomas Hodel/KEY)

Rund um den Hauptplatz der Sportanlage Sandreutenen an der Autobahn Bern–Thun werden sich die Zuschauer in dichten Reihen drängen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie eine Überraschung erleben werden, ist gross. Die Statistik beweist es.

Kein anderer Club aus dem Inventar der Super League ist so geübt darin, gegen Unterklassige aus dem Cup auszuscheiden, wie die Young Boys. Das chronische Scheitern im K.-o.-Wettbewerb ist für einen Verein mit grossen Mitteln und hohen Ambitionen fast schon tragisch. Seit 2006/07 schieden die Berner in sieben der elf Saisons gegen Mannschaften aus tieferen Ligen aus, unter anderem je zweimal gegen die Challenge-League-Teams Wil und Winterthur. Ab 2011/12 mussten sie in vier Saisons in Folge Hohn und Spott über sich ergehen lassen. Seit 2006/07 scheiterten sie in der Regel spätestens in den Viertelfinals. Die einzige Ausnahme war die Saisons 2008/09, in der sie den Final erreichten, den sie gegen Sion nach einer 2:0-Führung 2:3 verloren.

Wie lässt sich die permanente Erfolglosigkeit begründen? Rationale Erklärungen findet man kaum. In den vergangenen elf Jahren wechselte auch das Kader der Young Boys mehrmals praktisch vollständig. Die Trainer hiessen Martin Andermatt, Vladimir Petkovic, Christian Gross, Martin Rueda, Uli Forte und Adi Hütter. Keiner von ihnen konnte das wiederkehrende Unheil im Cup abwenden. Den Tiefpunkt erlebte Forte. Er hatte die Verantwortung, als sich Bern im Herbst 2014 in den Sechzehntelfinals beim interregionalen Zweitligisten Buochs mit 0:1 blamierte. Heute sind von der Berner Formation in jenem Match nur noch Steve von Bergen, Sékou Sanogo und Guillaume Hoarau im Kader.

Will man den Young Boys in ihrem dauerhaft problematischen Umgang mit den Kleinen etwas zugutehalten, dann dies, dass sie in der untersuchten Zeitspanne noch mit jedem Erstligaclub fertig geworden sind. Die Münsinger könnten die Lücke schliessen. (sda)

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