SCHWEIZER CUP: Basel und Zürich können nur verlieren

In den beiden Viertelfinals von heute geniessen Titelverteidiger Basel und der FC Zürich nicht nur Heimrecht, sie sind gegen Luzern respektive Thun in der Favoritenrolle. Doch der Cup hat seine eigenen Gesetze.

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In den vergangenen elf Saisons erreichte der FC Basel im Cup nur zweimal nicht den Halbfinal. Einmal schaffte Biel die Sensation, und in der Saison 2015/16 bedeutete der FC Sion im Viertelfinal Endstation. Seit dem Fehltritt im Wallis reihte Basel im Cup neun Siege aneinander – und es würde erstaunen, wenn heute beim Heimspiel gegen Luzern nicht ein zehnter dazu käme.

Der FC Basel präsentiert sich ganz besonders seit der Länderspielpause in exzellenter Verfassung. Der Schweizer Meister gewann dreimal hintereinander – darunter der überraschende 1:0-Sieg gegen Manchester United. Die Mannschaft von Raphael Wicky weiss dabei besonders in der zweiten Hälfte aufzutrumpfen. Zehn der letzten elf Basler Tore fielen nach der Pause.

Patrick Rahmen, der Co-­Trainer der Luzerner, der für den kranken Markus Babbel gestern an der Pressekonferenz Rede und Antwort stand, weiss, dass nicht viel für die Luzerner spricht: «Die Ausgangslage ist nicht rosig.»

Thuner Verletzungsmisere

In der Viertelfinalpartie zwischen Zürich und Thun sind es die Gäste aus dem Berner Oberland, die Sorgen haben. Beim FC Thun, der in der Super League nur einen Punkt vor Schlusslicht Luzern liegt, wirkt noch das 1:2 vom Wochenende gegen St. Gallen nach. Durch die Niederlage haben die Thuner kaum mehr Reserve auf den Abstiegsplatz und müssen angesichts der vielen Absenzen bis Ende Jahr um Schadens­begrenzung bemüht sein. Gegen den FC Zürich dürften elf Spieler ausfallen. Nur knapp kann Trainer Marc Schneider noch ein Team ohne Spieler aus Thuns zweiter Mannschaft aufstellen. «Ich habe schon öfters Phasen mit vielen Verletzten erlebt, aber noch nie eine so krasse», sagte Sportchef Andres Gerber. Neben den acht Feldspielern, die schon am Wochenende ausgefallen sind, müssen auch Silvano Schäppi und Ex-St. Galler Moreno Costanzo passen.

Beim FC Zürich hütet man sich trotzdem vor dem angeschlagenen Gegner. «Jeder erwartet einen Sieg. Das macht es zu einem schwierigen Spiel», erklärt Uli Forte. Der Zürcher Trainer fügt hinzu: «Der Cup schreibt seine eigenen Geschichten.» (sda)