Schweizer auf Playoff–Kurs

Die Schweizer Curler um Skip Peter De Cruz nähern sich an der WM in Peking dem Playoff der besten vier Teams. Sie erspielen sich mit einem 7:6 nach Zusatz-End gegen Deutschland und einem 7:6 gegen China die Siege vier und fünf.

Drucken
Der Schweizer Skip Peter De Cruz schaut seinem Stein nach. (Bild: ap/Andy Wong)

Der Schweizer Skip Peter De Cruz schaut seinem Stein nach. (Bild: ap/Andy Wong)

CURLING. Das Restprogramm der Vorrunde ist für Valentin Tanner, Dominik Märki, Peter De Cruz und Benoît Schwarz vom CC Genf schwer, dennoch haben sie mit der Zwischenbilanz von fünf Siegen und zwei Niederlagen gute Aussichten. Mit zwei weiteren Erfolgen in den letzten vier Partien der Vorrunde sollten sie das Playoff erreichen, zumindest aber allfällige Entscheidungsspiele.

Das Team hat sich aufgefangen

Die Schweizer spielen heute und morgen noch gegen Kanada, Schweden, Norwegen und die USA. Kanada und Norwegen sind die am höchsten gehandelten Titelanwärter. Die Genfer konnten sich nach der äusserst unglücklichen Niederlage gegen Schottland, bei der ihnen ein Haar auf dem Eis den sicheren Sieg verwehrt hatte, bestens auffangen. Das Spiel gegen das vom Hamburger Verlegerssohn und Multimillionär John Jahr angeführte deutsche Team stand auf des Messers Schneide. Beim Stand von 6:6 hatten die Schweizer im Zusatz-End den Vorteil des letzten Steins. Ein unvorteilhafter Fehlversuch des als Nummer drei spielenden Peter De Cruz brachte die jungen Genfer WM-Debütanten in arge Bedrängnis. De Cruz selber konnte die Situation mit seinem zweiten Stein entschärfen.

Wichtiger Sieg gegen China

Besonders wertvoll war für die Schweizer der 7:6-Sieg gegen den Olympia-Vierten China. Die Schweizer gingen dreimal mit zwei Steinen und im siebten End sogar mit drei Steinen in Führung. Aber das spielstarke und mittlerweile auch taktisch versierte Team aus der Wintersport-Metropole Harbin kämpfte sich immer wieder heran. Im zehnten End, mit einer 7:6-Führung im Rücken und dem Vorteil des letzten Steins, mussten die Schweizer nochmals eine brenzlige Situation meistern. Benoît Schwarz glückte mit dem letzten Versuch ein spektakulärer sogenannter Promotion-Doppel-Takeout, mit dem er zwei chinesische Steine entfernte. Andernfalls hätten die Genfer auf das Zusatz-End hoffen müssen. (si)