Schwedens gelungene Olympiarevanche

CURLING. «Es war die schlimmste Niederlage meiner Karriere», sagte er. Niklas Edin, Gewinner der Bronzemedaille an den Olympischen Spielen in Sotschi, hadert noch immer mit dem verlorenen Olympia-Halbfinal. Gegner in jener Partie war Grossbritannien mit Skip David Murdoch.

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CURLING. «Es war die schlimmste Niederlage meiner Karriere», sagte er. Niklas Edin, Gewinner der Bronzemedaille an den Olympischen Spielen in Sotschi, hadert noch immer mit dem verlorenen Olympia-Halbfinal. Gegner in jener Partie war Grossbritannien mit Skip David Murdoch. Gestern bot sich für die Schweden im Lerchenfeld die Möglichkeit, sich teilweise für die empfindliche Niederlage zu revanchieren. Aber Edin fügte an: «Ich könnte hundert Spiele auf der Tour gegen ihn gewinnen und trotzdem wäre es keine Revanche.» Ganz anders sah die Gemütslage bei Murdoch aus. «Im Gegensatz zum Vergleich im Februar können wir heute ziemlich entspannt in dieses Spiel gehen. Die wichtige Partie haben damals wir gewonnen und uns eine olympische Medaille gesichert.» Am Ende resultierte für die Briten Silber.

Rücktritt von Murdoch?

Das gestrige Aufeinandertreffen von Schottland und Schweden gestaltete sich einseitig. Mit einem Fünferhaus im vierten End gelang den Schweden früh die Vorentscheidung. Murdoch hingegen wird dieser Niederlage nicht lange nachtrauern. «Es war eine lange Saison, wie es in jedem olympischen Jahr üblich ist», so der 35jährige Schotte. «Wir können diesen tollen Event nun ohne Druck geniessen und möglichst viel Freude am Spiel haben.» Murdoch freute sich auf seine Ferien nach der anstrengenden Saison. Noch liess er offen, ob er vom Spitzensport zurücktreten und sich seinem Beruf als Bauer widmen wird.

Schweiz II in Führung

Nach der dritten Runde noch immer ohne Niederlage ist das Team Schweiz II. Mit einem wunderschönen Double-Takeout sicherte Skip Pascal Hess seinem Team den 5:3-Sieg gegen Schottland I. Dahinter lauern drei Teams mit jeweils zwei Siegen. Schweiz IV, eine junge Equipe aus Bern, konnte sich dank starker Leistungen sowohl gegen den WM-Zweiten Schweden I, als auch gegen Europameister Schweiz I, das als einziges Team noch keinen Sieg verbuchte, durchsetzen. Zu den beiden einheimischen Mannschaften gesellen sich Schottland I um Skip Logan Gray und Vizeweltmeister Schweden I. Eher überraschend zurückgebunden wurde Schweden I mit Skip Niklas Edin. Gegen Schweiz III verloren sie deutlich mit 3:8. (lw)

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