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Samuel Giger bodigt Daniel Bösch mit einem Gewaltskurz und gewinnt zum zweiten Mal den Schwägalp Schwinget

Samuel Giger ist der überlegene Sieger am Bergkranzfest auf der Schwägalp, dem Höhe- und Schlusspunkt der Schwingersaison. Im Schlussgang besiegt der 20-jährige Thurgauer den St. Galler Daniel Bösch.
Christof Krapf

(sda) Das Duell zwischen Giger und Bösch, dem Unspunnen-Gewinner von 2011, dauerte länger, als viele erwartet hatten. Bösch hielt lange Stand, nachdem er am Anfang sogar erfolgversprechend angegriffen hatte. Aber in der neunten Minute des auf zwölf Minuten angesetzten Gangs brachte Giger den entscheidenden, unwiderstehlichen Kurzzug an.

Den Weg zum insgesamt 13. Kranzfestsieg der Karriere und dem zweiten auf der Schwägalp nach 2016 ebnete sich Giger im 5. Gang. Er trat dort gegen den Seeländer Hünen und aktuellen Unspunnensieger Christian Stucki an. Das Duell wurde das Highlight des ganzen Festes und vielleicht der ganzen Saison. Giger geriet anfänglich dreimal in schwere Bedrängnis, ehe er mit seinem ersten wuchtigen Angriff erfolgreich war. Giger hat in dieser Saison Einmaliges zustande gebracht: Wegen Verletzungspausen konnte er nur an sechs Kranzfesten teilnehmen, aber er gewann sie alle. In der vom Fachblatt "Schlussgang" und vom eidgenössischen Verband geführten Jahreswertung ist er überlegen die Nummer 1.

"Spezieller Sieg"

"Dieser Sieg ist ganz speziell und besonders schön", sagte der 193 Zentimeter grosse Modellathlet nach dem Triumph. Ob es sein bislang schönster Sieg war, darauf legte er sich nicht fest. Dem Eidgenössischen Fest in Zug, das in einem Jahr und einer Woche stattfindet, widmet Rekrut Giger trotz seiner beneidenswerten Form in der zu Ende gehenden Saison nicht viele Gedanken. Er geht mit Bedacht vor: etwas entspannen, etwas ausruhen - und dann bald schon das Wintertraining für die nächste Saison aufnehmen.

Die weiteren Favoriten Joel Wicki und Schwingerkönig Kilian Wenger hielten sich bis zum 5. Gang im Rennen um den Festsieg. Sie wurden dann jedoch einander zugeteilt. Wicki dominierte den Berner Oberländer wie schon am letztjährigen Unspunnenfest, zum gültigen Resultat reichte es dem jungen Entlebucher jedoch nicht. Nach fünf Duellen unter den beiden führt Wenger mit zwei Siegen und drei Gestellten.

Gästeschwinger übergangen

Für den Schlussgang gegen den nach fünf Gängen allein führenden Samuel Giger kam nebst Daniel Bösch auch der punktgleiche Emmentaler Nichteidgenosse Matthias Aeschbacher in Frage. Eines der wichtigsten Kriterien für die Einteilung in den Schlussgang besagt, dass nach Möglichkeit zwei Schwinger aus verschiedenen Verbänden berücksichtigt werden sollten. Das Einteilungskampfgericht auf der Schwägalp setzte sich darüber hinweg. Es gewichtete - was sein Recht ist - das etwas bessere Notenblatt Böschs höher als die Verbandszugehörigkeit. Die Gästedelegationen zu benachteiligen ist im Schwingen an der Tagesordnung. Die Bezeichnung "Gast" ist, so gesehen, bisweilen zynisch. Aber sie gehört zur Tradition. Was sie sich am eigenen Fest leisten, werden die Nordostschweizer zurückbekommen, wenn sie selber die Gäste anderer Verbände sind. Die Geprellten sind in den meisten Fällen die Athleten.

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