Schulreise an die türkische Riviera

Hier holen sie ihn sich also, den Schliff für die Rückrunde. Die Entourage des FC St. Gallen hat gestern in Belek in der Südtürkei ihre Zelte aufgeschlagen. In den nächsten zehn Tagen wird Coach Jeff Saibene die Spieler körperlich und mental fordern.

Andy Sager
Drucken
Teilen

Hier holen sie ihn sich also, den Schliff für die Rückrunde. Die Entourage des FC St. Gallen hat gestern in Belek in der Südtürkei ihre Zelte aufgeschlagen. In den nächsten zehn Tagen wird Coach Jeff Saibene die Spieler körperlich und mental fordern. Während heute morgen noch intensive Laufeinheiten anstehen, rücken danach spielerische und taktische Elemente in den Vordergrund: Es soll der Grundstein gelegt werden für eine Rückrunde, an deren Ende das Erreichen der Europa League steht.

Ob die jungen Loris Pellegatta, Roy Gelmi und Jim Freid dazu beitragen werden, wird sich zeigen. In Belek sind sie jedenfalls dabei – zumindest bis sie unter der Woche wieder zu ihren U-Teams zurückkehren. Ebenfalls angereist ist Daniel Sikorski, der zuletzt zur Probe bei Vaduz war, dort aber nicht überzeugen konnte. Auch die angeschlagenen Daniel Lopar, Dzengis Cavusevic und Everton sind dabei. Letzterer hatte sich am Freitag gegen Wil verletzt. Wie es um seine Verfassung steht, wird der Verlauf des heutigen Tages zeigen.

Dziwniel nicht dabei

Einen sucht man in der gut 40 Personen umfassenden Reisegruppe noch vergebens: Daniel Dziwniel. Bisher sei nichts unterschrieben, hiess es gestern zum potenziellen Neuzugang aus Chorzow. Die Verantwortlichen hoffen aber, dass der Linksverteidiger im Verlauf der Woche nachreisen wird.

Wiedersehen mit Winterthur

Bis dahin wird viel von der Ausflugstimmung verflogen sein, die bei der Anreise aus der gut 2000 Kilometer entfernten Ostschweiz aufkam und an frühere Schulreisen erinnerte. So gab es am Gate des Flughafens Zürich ein Wiedersehen mit Winterthur. Der Gegner vom vergangenen Dienstag weilt ebenfalls in der Region Antalya. Für Marco Aratore war es die Gelegenheit, alte Freunde bereits wieder zu sehen. Die umgekehrte Möglichkeit bot sich auch Kristian Nushi. Der ehemalige St. Galler begrüsste jeden seiner einstigen Mitspieler einzeln und sass im Flugzeug schliesslich neben einem Betreuer des Super-League-Clubs. Die Vorfreude, wie sie auch unter Primarschülern im Postauto zur Wanderung herrscht, war bis zum Besteigen der türkischen Shuttlebusse spürbar. Nur anstatt des Dreiklanghorns eines Postautos ertönte im Flugzeug die Stimme der Pilotin. Ihre Durchsage endete so: «Dem 1. FC St. Gallen und dem 1. FC Winterthur wünschen wir ein gelungenes Trainingslager und eine gute Rückrunde in der Super und Challenge League.»

Testspiel live im TV

Nun, «1.» heissen beide Clubs nicht. Vielleicht hatte die Dame bereits den morgigen Testspielgegner im Kopf, wenn St. Gallen den 1. FC Kaiserslautern empfängt. Den Daheimgebliebenen bietet Sport 1 die Möglichkeit, zumindest fussballerisch nichts zu verpassen – die Schulreisestimmung kann der TV-Sender aber kaum übermitteln.