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Schüsse auf das Auto eines Ex-Bundesligaprofis

Anschlag Deniz Naki steckte der Schrecken tief in den Gliedern, als er am späten Sonntagabend nach den Schüssen auf sein Fahrzeug auf dem Pannenstreifen der deutschen Autobahn A4 ausgerollt war. «Es hat nicht viel gefehlt. Ich hatte Todesangst», sagte der frühere Bundesligaprofi der Zeitung «Die Welt». Nahe Düren (Nordrhein-Westfalen), Geburts- und Heimatstadt des Deutschtürken kurdischer Abstammung, hat ein Unbekannter zweimal auf das Auto des Fussballers gefeuert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen eines versuchten Tötungsdelikts. Der Verdacht liegt nahe, dass der Anschlag mit Nakis Kritik am türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan zusammenhängt. Im April war Naki in der Türkei wegen angeblicher «Terrorpropaganda» zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt worden. Naki glaubt, dass ein Agent des türkischen Geheimdienstes «oder ein anderer, dem meine politische Haltung nicht passt», für die Schüsse verantwortlich ist. «Anfeindungen bekomme ich über soziale Netzwerke ständig», sagte Naki. Er war einst bei St. Pauli und Paderborn aktiv. Derzeit spielt er beim kurdischen Verein Amed. Trotz drohender Haftstrafe will Naki in der Türkei bleiben. «Würde ich gehen, wäre das ein Eingeständnis eines Fehlers. Aber ich habe nichts Falsches ­gemacht.» (sid)

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