Schöne und faire Kämpfe

KARATE. Der Thurgauer Karate-Nachwuchs kämpfte in der Frauenfelder Auenfeld-Halle um Medaillen. Den Final der U18/U16 bis 60 Kilo entschied Mukunthan Premraj für sich.

Barbara Hettich
Merken
Drucken
Teilen
Mukunthan Premraj (l.) kann sich im Final gegen Schweizer Meister Endrit Pajaziti durchsetzen. (Bild: Barbara Hettich)

Mukunthan Premraj (l.) kann sich im Final gegen Schweizer Meister Endrit Pajaziti durchsetzen. (Bild: Barbara Hettich)

Zwei starke Kämpfer stehen auf der Matte, respektiv Tatami: Endrit Pajaziti vom Dojo Martial Arts aus Kreuzlingen ist in seiner Kategorie amtierender Schweizer Meister. Im Final der U18/U16 bis 60 Kilo der Thurgauer Meisterschaft steht er Mukunthan Premraj vom Karatecenter Weinfelden gegenüber. Ein energiegeladener Kampf beginnt, die beiden Sportler schenken sich nichts, sie starten blitzschnelle Angriffe, kleinste Schwächen des Gegners nutzen sie gnadenlos aus. Mukunthan Premraj hat für einmal die besseren Chancen, bekommt mehr Punkte zugesprochen und kann den Kampf für sich entscheiden. Ein kleines Lächeln huscht über sein Gesicht, mehr Freude zeigen ist nicht angebracht, schon aus Respekt vor dem unterlegenen Gegner. Dieser trägt seine Niederlage mit Fassung: Das ist Karate.

Aus sieben Thurgauer Dojos

135 Athleten aus sieben Thurgauer Dojos haben sich zur 8. Thurgauer Karate-Nachwuchs-Meisterschaft angemeldet, 20 weniger wie im vergangenen Jahr. Grippebedingt gab es weitere Ausfälle. Dennoch ist Peter Glarner vom Karatecenter Frauenfeld, diesjähriger Organisator dieser Kantonal-Meisterschaft, zufrieden. «Wir haben schöne und faire Kämpfe gesehen.» Bedauerlicherweise ist die Meisterschaft nicht ganz unfallfrei verlaufen. Ein Junge hat sich unglücklicherweise den Arm gebrochen.

Die Karatekas kämpften in den verschiedenen Alters- und Gewichtskategorien in zwei verschiedenen Disziplinen um Medaillen. Am Sonntagmorgen in Kata, eine Übungsform gegen imaginäre Gegner – am Nachmittag in der Kampfkunst Kumite, in der die Kämpfer versuchen, mit Arm- und Beintechniken Punkte zu holen.

Externe Schiedsrichter

Dank dem Sponsoring der Raiffeisenbank konnten die Organisatoren externe Schiedsrichter engagieren. «Unsere Nachwuchs-Schiedsrichter haben davon sehr profitiert», sagt Peter Glarner.