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Scheuer Blick nach St. Gallen

Mit drei neuen ausländischen Spielern steigt Rapperswil-Jona am 14. September in die NLA-Saison. Einmal mehr erhalten die Ostschweizer wenig Kredit. «Wir müssen uns ein Beispiel am FC St. Gallen nehmen», sagt Geschäftsführer Roger Sigg.
Matthias Hafen
Namhafte Verstärkungen: Goalie David Aebischer und Stürmer Robbie Earl (links) sollen Rapperswil-Jona auf die Siegerstrasse bringen. (Bild: Rapperswil-Jona Lakers/Thomas Oswald)

Namhafte Verstärkungen: Goalie David Aebischer und Stürmer Robbie Earl (links) sollen Rapperswil-Jona auf die Siegerstrasse bringen. (Bild: Rapperswil-Jona Lakers/Thomas Oswald)

EISHOCKEY. Als zweite sportliche Kraft des Kantons St. Gallen könnte der Eishockeyclub Rapperswil-Jona glatt neidisch werden. Da steigt «am anderen Ende des Kantons» (Geschäftsführer Roger Sigg) der Fussballclub aus der zweithöchsten Liga auf und steht nach acht Meisterschaftsrunden in der Super League als gefeierter Leader da. So viel Erfolg war Rapperswil-Jona schon lange nicht mehr beschieden. Zwar spielt das Eishockeyteam vom oberen Zürichsee seit 1994 ununterbrochen in der NLA. Doch in der jüngeren Vergangenheit kämpfte es Jahr um Jahr gegen den Abstieg. In der Saison 2011/12 waren die St. Galler gar monatelang Letzte, ehe sie sich in der ersten Playout-Runde gegen Servette überraschend früh den Ligaerhalt sicherten.

Kluge Transfers getätigt

Eine Parallele zwischen Rapperswil-Jona und dem FC St. Gallen ist, dass beiden Teams vor dem Saisonstart wenig Kredit gegeben wurde. Beim Eishockeyteam steht der erste Ernstkampf am 14. September auswärts gegen die ZSC Lions zwar erst an. Doch der Blick richtet sich schon jetzt Richtung Kantonshauptstadt. «Für mich ist der FC St. Gallen ein Beispiel dafür, was alles möglich ist mit klugen Transfers, Wille und Engagement», sagte Rapperswil-Jonas Geschäftsführer Roger Sigg an der Saison-Medienkonferenz.

Kluge Transfers tätigte auch Sigg. Zusammen mit Trainer und Sportchef Harry Rogenmoser verpflichtete er den dunkelhäutigen kanadischen Stürmer Robbie Earl sowie die beiden slowakischen Offensivspieler Peter Sejna und Juraj Kolnik. Zusammen mit Derrick Walser, der vergangene Saison weit unter seinen Möglichkeiten blieb und diese Saison eigentlich nur besser sein kann, besitzen die St. Galler ein gefährlicheres Ausländer-Quartett als zuletzt.

Ohne Publikumsliebling Roest

Erstmals seit 2003 wird Rapperswil-Jona dafür ohne seinen treuen Topskorer und Publikumsliebling Stacy Roest in die Saison steigen. Der 38jährige Kanadier bekam vom Club keinen neuen Vertrag mehr, was im 10,5 Millionen Franken hohen Budget einen grossen Posten freisetzte. «Das aktuelle Ausländer-Quartett kostet uns weniger als jenes, mit dem wir vergangene Saison in die Meisterschaft gestiegen waren», sagt Rogenmoser. Zudem sei er überzeugt, dass das Publikum einen anderen Liebling finden werde. «Roest hat in den vergangenen neun Jahren sehr viel für den Club getan. Doch nun ist die Zeit gekommen, dass neue Spieler Verantwortung übernehmen.» Roests Karriere soll mit einem noch nicht datierten Abschiedsspiel gewürdigt werden.

Die Gefahr der Lock-out-Spieler

Neu im Team ist auch Goalie David Aebischer, der 2001 mit Colorado Avalanche den Stanley Cup gewonnen hat. Einer Verpflichtung aktueller NHL-Spieler im Falle eines Lock-outs begegnet Rogenmoser skeptisch. Er war Stürmer, als Rapperswil 1994 aus gleichem Grund für neun Spiele den kanadischen Superstar Doug Gilmour verpflichtet hatte. «Ich erzielte dank ihm zwar plötzlich zwei Tore in jedem Spiel, doch als er wieder ging, verloren wir neun Partien in Folge.» Die Gefahr, das bestehende Team zu destabilisieren, sei gross. Ein generelles Nein gab Rogenmoser aber nicht aus.

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