Scharapowa erhält keine Wildcard an den French Open

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Tennis Maria Scharapowa bekam von den Organisatoren keine Wildcard für die French Open. Die Russin wird das Pariser Grand-Slam-Turnier damit verpassen. Nach ihrer Mitte April ­abgelaufenen 15-monatigen Dopingsperre wäre Scharapowa auf die Gnade des französischen Verbandes angewiesen gewesen. Weil ihr zum Stichtag die nötigen Weltranglistenpunkte fehlten, schafft die 30-Jährige nicht mal den Einzug in die Qualifikation. Auch dafür hätte sie eine Einladung benötigt, auch diese wurde ihr verwehrt. Bernard Giudicelli, der Präsident des französischen Verbandes, erklärte: «Es kann eine Wildcard für die Rückkehr nach Verletzungen geben. Aber es kann keine Wildcard für eine Rückkehr nach Doping geben.» Bei ihren drei bisherigen Turnierteilnahmen, in Stuttgart, Madrid und Rom, erhielt die frühere Weltranglistenerste Wildcards trotz der Dopingsperre wegen der Einnahme von Meldonium.

Verschiedene Spielerinnen hatten sich in den letzten Wochen kritisch über die Einladungen für Scharapowa geäussert. In Frankreich wäre fraglos eine heftige Diskussion ausgebrochen, wenn eine der begehrten Wildcards an die Wahlamerikanerin gegangen wäre, anstatt an eine Einheimische. Nun müssen die French Open aber damit leben, dass nach dem pausierenden Roger Federer und der schwangeren Serena Williams eine weitere Attraktion im Tableau fehlt. (sda)