Schär als Symbol des Erfolgs

Eine grosse Mannschaft hat Ottmar Hitzfeld noch nicht, aber eine, die Grosses vorhat. Hitzfelds Spieler lassen sich weder von Rückschlägen noch von harscher Medienschelte von ihrem Weg abbringen. Sie brauchen nicht einmal die Hilfe des Trainers.

Thomas Werner
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Eine grosse Mannschaft hat Ottmar Hitzfeld noch nicht, aber eine, die Grosses vorhat. Hitzfelds Spieler lassen sich weder von Rückschlägen noch von harscher Medienschelte von ihrem Weg abbringen. Sie brauchen nicht einmal die Hilfe des Trainers. Den mentalen und spielerischen Einbruch gegen Island verarbeiteten sie in einer Aussprache ohne Chef.

Symbolfigur für die neue Selbstsicherheit ist ein Ostschweizer. Fabian Schär erzielte gegen Island zwar ein Tor, begünstigte dann aber mit einigen Unsicherheiten den Umschwung. Schnell wurde der Verzicht auf den 21-Jährigen für das Spiel in Oslo gefordert. Der Wiler behielt Hitzfelds Vertrauen. Schärs Reaktion: Er erzielte im dritten Länderspiel seine Tore zwei und drei. Was mit den Aufsteigern Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka begann, setzt mit Schär ein weiterer Basler Spieler fort. Routine ist eine Sache, das Selbstverständnis, die Welt bewegen zu können, eine andere. Noch keinen Monat Nationalspieler, führte Schär sein Team zum 2:0-Sieg. Hätten die Schweizer gegen Island den Sieg nicht verschenkt, die WM-Qualifikation wäre bereits perfekt. Aber Schär und seine Kollegen blicken ja nie zurück, Brasilien wartet.

thomas.werner@tagblatt.ch