SC Kriens gewinnt Schlacht gegen Rapperswil-Jona mit 2:1

Der SC Kriens zittert sich im Abstiegsduell gegen Rapperswil-Jona zum 2:1(1:0)-Sieg. Aber: Die drei Punkte sind hoch verdient.

Arthur Bucher
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2:1-Torschütze Chihadeh (links) im Zweikampf mit Rapperswils Elmer. (Bild: Roger Grütter, Kriens, 9. März 2019)

2:1-Torschütze Chihadeh (links) im Zweikampf mit Rapperswils Elmer. (Bild: Roger Grütter, Kriens, 9. März 2019)

Der SC Kriens war in diesem Fight am Tabellenende ganz einfach die bessere Mannschaft. Die Führung durch einen Flachschuss von Skumbim Sulejmani im «Rappi»-Strafraum in der 33. Minute, nach guter Vorarbeit durch Nico Siegrist und Omer Dzonlagic, war minimalster Ertrag aus einem leidenschaftlichen, überzeugenden, ganz starken SCK-Auftritt.

Dass die Gäste kurz nach der Pause (48.) mit einem Kopfball von Aldin Turkes zum 1:1 ausgleichen konnten, war schier unerträglich. Denn einerseits sprachen die Schiedsrichter Rapperswil wohl fälschlicherweise einen Eckball zu, andererseits war der Treffer dann mehr einer prallen Portion Krienser Unvermögen geschuldet denn einem gefährlichen Angriff der Ostschweizer.

Wunderschöner Siegtreffer durch Stürmer Chihadeh

SCK-Stürmer Saleh Chihadeh sorgte danach, in der 55. Minute, für das Highlight des Spiels: Der Palästina-Walliser Chihadeh sprintete mit dem Ball von der linken Seitenlinie in Richtung Strafraum und schoss aus 18 Metern zum 2:1 ins linke hohe Eck. Ein Tor, das auch der palästinensische Nationaltrainer nicht ignorieren kann.

Nach der erneuten Krienser Führung hatte der Schiedsrichter Mühe, den Überblick zu behalten. Die Partie entwickelte sich zu einer teilweise richtig wilden Schlacht, wobei diverse Spieler via grobe Aktionen mit der roten Karte «flirteten». Der Krienser 2:1-Torschütze beispielsweise musste in der Nachspielzeit wegen eines Schlages ins Gesicht mit blutender Nase ausgewechselt werden. Besonders ärgerlich: Kriens bettelte in der Schlussphase regelrecht um das 2:2, Fehlpass und Lapsus schlichen sich Mal um Mal ins Krienser Spiel ein.

SCK-Trainer Bruno Berner sagte hinterher zwar: «Wir standen ziemlich stabil. Wir haben nicht auf den Erfolg gewartet, sondern sind vorwärts zum Erfolg gerannt.» Doch der ausgelassene Krienser Jubel nach dem Schlusspfiff in der 98. Minute (!) war nicht nur Ausdruck eines gewonnenen harten Kampfs, sondern schon auch ein Hinweis auf das heil überstandene Zittern.

Die Krienser müssen sich bewusst sein: Die Leistung des Gegners war insgesamt ziemlich dürftig und ungeniessbar bieder. Ja, Kriens hat in dieser Schlacht viel markanter manifestiert, wo es nächste Saison spielen will. Dass Vaduz am nächsten Freitag (20.00) im Kleinfeld ebenso schwach und beiläufig wie Rapperswil auftreten wird, darf allerdings nicht erwartet werden.