Sauber setzt Formel-1-WM mit Alfa Romeo fort

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Automobil Teamchef Frédéric Vasseur hat den Spekulationen um die Zukunft des Schweizer Formel-1-Rennstalls Sauber ein Ende gesetzt: Ab 2018 heisst das Team neu Alfa Romeo Sauber. Die Verantwortlichen gaben am zweiten Pirelli-Testtag in Abu Dhabi die mehrjährige Partnerschaft mit der zum italienischen Fiat-Konzern gehörenden Automarke Alfa Romeo bekannt. Die Zusammenarbeit beinhalte «strategische, kommerzielle und technologische Bereiche». Fiat- und Ferrari-Präsident Sergio Marchionne erklärte: «Das ist ein markanter Schritt auf dem Weg, die Marke Alfa Romeo neu zu positionieren.«

Alfa Romeo stellte erste Weltmeister

Zwar wird Alfa Romeo draufstehen, aber immer noch Ferrari drin sein, weil die Sauber-Dienstfahrzeuge nächstes Jahr von den 2018er-Motoren von Ferrari angetrieben werden. Alfa Romeo ist eine Traditionsmarke in der Formel 1 mit zehn GP-Siegen in 112-WM-Rennen. Dazu gab es vor Einführung der Weltmeisterschaft 1950 weitere 37 Triumphe. Guiseppe Farina und der fünffache Champion Juan Manuel Fangio wurden auf Alfa Romeo die ersten Weltmeister. 1952 zog sich der Rennstall zurück, weil sich die italienische Regierung weigerte, Alfa Romeo finanziell zu unterstützen. 1976 kehrte Alfa Romeo als Motorenlieferant für Brabham zurück und betrieb zwischen 1979 und 1985 eigene Teams. Trotz prominenter Fahrer wie Vittorio Brambilla, Mario Andretti, Bruno Giacomelli, Andrea de Cesaris, Riccardo Patrese oder dem 1980 bei Testfahrten tödlich verunglückten Patrick Depailler gab es in diesen sieben Jahren nur 50 WM-Punkte.

Alles deutet auf Ericsson/Leclerc hin

In die nicht sehr professionelle Kommunikationspraxis von Sauber passt, dass das neue Fahrer-Duo nicht zeitgleich mit dem Alfa-Romeo-Deal kommuniziert wurde. Dieses dürfte vom 20-jährigen Monegassen Charles Le-clerc, der in dieser Saison überlegen Formel-2-Champion geworden ist und viermal bei Sauber als Freitags-Testfahrer eingesetzt wurde, und dem 27-jährigen Schweden Marcus Ericsson gebildet werden. (sda)