Saibenes jäher Rückzug überrascht die Clubleitung

FUSSBALL. Dass St. Gallens Cheftrainer Jeff Saibene aus eigenem Antrieb zurücktreten könnte, hatte keiner erwartet. Selbst die Clubleitung nicht, die nach der jüngsten Niederlage in Vaduz nochmals betont hatte, der Luxemburger stehe in keinster Weise zur Diskussion.

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FUSSBALL. Dass St. Gallens Cheftrainer Jeff Saibene aus eigenem Antrieb zurücktreten könnte, hatte keiner erwartet. Selbst die Clubleitung nicht, die nach der jüngsten Niederlage in Vaduz nochmals betont hatte, der Luxemburger stehe in keinster Weise zur Diskussion. Vielmehr wurde sie am Montagabend von Saibenes Anliegen, man möge den bis Sommer 2017 laufenden Vertrag doch per sofort und im Guten auflösen, überrumpelt.

An der gestern kurzfristig einberufenen Pressekonferenz, der etwa drei Dutzend Medienschaffende beiwohnten, sagte St. Gallens Präsident Dölf Früh: «Wir akzeptieren den Entscheid, denn es ist Jeffs Entscheid. Ich schaue mit Dankbarkeit auf viereinhalb erfolgreiche Jahre zurück. Es spricht für seine menschlichen Qualitäten, dass wir jetzt fair und in Freundschaft so auseinandergehen. Es ist quasi eine Punktlandung.» Sportchef Christian Stübi fügte an: «Schade, dass es so endet. Es hat gepasst mit uns.»

Co-Trainer Daniel Tarone wird nun interimistisch die erste Mannschaft leiten, Stübi hat am späten Montagabend in aller Eile für Saibenes Nachfolger bereits ein erstes Anforderungsprofil erstellt, jetzt wird es nochmals in aller Ruhe nachgebessert; die Suche nach dem neuen Coach kann beginnen. (cbr)