Rückwärts ist verboten

Was macht ein Mountainbikefahrer, wenn am Velo die Kette reisst?

Merken
Drucken
Teilen

Was macht ein Mountainbikefahrer, wenn am Velo die Kette reisst?

Er kann einen Defekt erst in der sogenannten Techzone beheben lassen. Im Strassenrennsport kann auf der gesamten Strecke technische Hilfe beansprucht werden. Bis der vom Pech verfolgte Mountainbikefahrer die Techzone erreicht, muss er versuchen, mit dem beschädigten Mountainbike zu fahren, oder rennen und das kaputte Velo schieben. Eine Runde im Weltcup ist vier bis fünf Kilometer lang. Rückwärts ist verboten. Wenn ein Fahrer 100 Meter nach der Techzone Defekt hat, «hat er riesiges Pech», sagt der St. Galler Profi Thomas Litscher, der U23-Weltmeister von 2011. Dann gibt man besser auf. Denn im Mountainbikesport gilt die 80-Prozent-Regel. Nach jeder Runde werden jene Fahrer aus dem Rennen genommen, die einen zu grossen Rückstand auf den Leader aufweisen. Wer entlang der Strecke fremde Hilfe annimmt, wird disqualifiziert. Die Techzone ist etwa 50 Meter lang. Den Fahrern eines internationalen Profiteams stehen je zwei Mechaniker und zwei Physiotherapeuten zu Diensten. In der Techzone erfolgt auch die Verpflegung. Die Physiotherapeuten reichen die Getränke. Die häufigsten Schäden sind platte Reifen, gefolgt von Kettenrissen, Sattel- und Lenkerbrüchen. Auch die Schaltung kann Probleme verursachen. Heutzutage sind meistens Doppel-Techzonen eingerichtet. Das heisst, der Parcours führt auf zwei Seiten an den Mechanikern vorbei. (dg)

Weshalb tun die das? Die Welt des Sports steckt voller kleiner Rätsel. Einigen zentralen und weniger zentralen Fragen aus der Welt der Profis geht die Sportredaktion in dieser Rubrik nach.