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RÜCKSCHLAG: Zurück im Mittelmass

Beim 0:2 gegen Lugano enttäuscht der FC St. Gallen zum zweiten Mal in Folge. Giorgio Contini spricht von einem mutlosen Auftritt – und dem «fehlenden Glücksmoment», der einen schwachen Auftritt retten könnte.
Ralf Streule
Lange Gesichter nach dem Schlusspfiff: Danijel Aleksic, Andreas Wittwer, Roman Buess und Yannis Tafer (von rechts). (Bild: Andy Mueller/Freshfocus)

Lange Gesichter nach dem Schlusspfiff: Danijel Aleksic, Andreas Wittwer, Roman Buess und Yannis Tafer (von rechts). (Bild: Andy Mueller/Freshfocus)

Ralf Streule

Der Beobachter weiss nicht so recht, was er mit dem FC St. Gallen anfangen soll. Da besiegt Giorgio Continis Team vor drei Wochen die zuvor unter Murat Yakin ungeschlagenen Grasshoppers. Da stolpert es nach einem frühen Gegentor in Luzern in eine 0:3-Niederlage gegen den Tabellenletzten. Und am vergangenen Samstag folgte die nächste Niederlage gegen Lugano, wieder gegen einen Tabellenletzten. Es ist bekanntlich die Inkonstanz, die den Ostschweizern zu schaffen macht. Aber eben auch eine neue Ausgangslage in der Super League: Sechs oder sieben Teams rangeln – so seltsam es tönt – am Ende der Tabelle einer ausgeglichenen Zehnerliga um Punkte. Details entscheiden derzeit noch stärker als zuletzt über Sieg oder Niederlage – wer keinen langen Schnauf hat, wird in der Rückrunde Probleme bekommen.

Die Details spielen derzeit für den Gegner

Der FC St. Gallen ist derzeit in der Phase, in welcher der Schwung eines guten Saisonstarts abzuklingen scheint. Das Spiel vor weniger als 10 000 Zuschauern war eine emotionslose Sache, und irgendwann stellte sich die Frage, ob nicht doch die Unruhe hinter den Kulissen die Spieler verunsichert. Zwar waren die St. Galler laufbereit und physisch präsent. Was aber den Mut anging, die Genauigkeit und Zielstrebigkeit, war es ein schwacher St. Galler Auftritt. Die Niederlage, bei der Davide Mariani zweimal sehenswert die Vorlage lieferte, war verdient. Es zeigte sich einmal mehr: Die Tabellenlage, die Contini schon zuvor als trügerisch bezeichnet hatte, hält derzeit nicht als Gradmesser her.

«Von Beginn weg hatten wir keinen Zugriff aufs Spiel», sagte Contini. Auch für ihn sei es nicht nachzuvollziehen, weshalb man vor eigenem Publikum nur selten Druck aufs gegnerische Tor ausüben konnte und nicht mutiger aufgetreten sei. «Wenn es nicht läuft, braucht man auch mal einen Glücksmoment», sagte der Trainer. Dieser habe gefehlt. Er sprach den Freistoss an, der nach einem umstrittenen Foulpfiff zum 0:1 führte. Und die Situation, als Danijel Aleksic im Strafraum festgehalten wurde, aber keinen Elfmeter zugesprochen erhielt. «Es soll keine Entschuldigung sein. Aber entscheidet der Schiedsrichter anders, könnte auch aus einem schwachen Auftritt etwas herausschauen.»

Die Vakanz in der Offensive

Dass die St. Galler unterdessen jenes Team in der Super League mit den meisten Gegentoren sind, ist das eine. Noch mehr ins Gewicht fiel am Samstag aber die Harmlosigkeit in der Offensive. Als der FC St. Gallen im August in Lugano angetreten war, hatte er sich ähnlich wenige Goalchancen erspielt. Damals aber war da ein Albian Ajeti, der seine einzige Chance zum Siegestor verwertete. Dass er fehlt, ist offensichtlich. Roman Buess kämpft aufopfernd. Anders als Ajeti ist er aber keiner, der öfter mit einer Einzelaktion den Unterschied ausmacht. In der Winterpause werde man sich nach einer Verstärkung für die Offensive umsehen, sagt Contini. Bis dahin gilt es, weitere schwierige Spiele zu meistern. Das nächste am Samstag in Thun – ein Gegner, bei dem man sich auf Kunstrasen öfters schon schwer getan hat.

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