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RÜCKSCHLAG: Tessiner Ohrfeige für die ZSC Lions

Lugano deklassiert die ZSC Lions in der Playoff-Viertelfinal-Reprise 6:1. Der desolate Auftritt der rat- und teilweise wehrlosen Zürcher wirft Fragen auf.

Die ZSC Lions waren in der Resega als Leader angetreten, aber keinesfalls als Equipe, die bisher restlos überzeugt hatte. Gegen die seit Jahren mittelprächtigen Langnauer taten sich zweimal ausgesprochen schwer. Im Sottoceneri leistete sich das erstklassig bestückte Ensemble erneut eine Reihe unverständlicher Fehler. Zu korrigieren waren die Aussetzer nicht, im Gegenteil: Lugano erhöhte bis zur 29. Minute auf 5:1. Beim ersten Wiedersehen mit Lugano seit dem Out in der Viertelfinalserie verlief aus Sicht der Lions ähnlich viel schief wie im letzten Frühling. In der Startphase handelten sich die konfusen Stadtzürcher zwei Gegentore in Überzahl ein. Der miserable Auftakt hinterliess Furchen, der glücklose Keeper Niklas Schlegel musste früh seinen Posten räumen (25.). Derweil die Südschweizer in der Folge im Sog ihrer Topformation um Linus Klasen ihre Tifosi wunschgemäss unterhielten, liess sich die neben Bern grösste Hockeyorganisation nach allen Regeln der Kunst vorführen und regelrecht demaskieren. Ohne Plan, ohne Widerstandskraft, ohne Passion.

Kloten vergibt gegen Davos Zweitoreführung

Das Debakel der ZSC Lions wirft Fragen auf. Hans Wallson steht seit dem sang- und klanglosen Scheitern in den Playoffs unter erhöhter interner Beobachtung. Sein Mentor Edgar Salis ist nicht mehr im Amt. Der neue Sportchef Sven Leuenberger dürfte auf Demütigungen, wie sie die Lions in Lugano über sich ergehen liessen, mutmasslich weniger tolerant reagieren.

Nicht viel besser erging es dem anderen Zürcher Team. Kloten verlor gegen Davos mit 2:3 und bleibt auch nach dem vierten Spieltag ohne Punkt Letzter der National League. Im Vergleich mit den mehrheitlich minimalistischen Bündnern entglitt dem Low-Budget-Team von Pekka Tirkkonen eine 2:0-Führung. Von Vincent Praplan, der nach einem mehrtägigen NHL-Casting bei den San Jose Sharks erstmals im Kloten-Dress eingriff, und der Ankunft des vierten Ausländers Tomi Sallinen hatten sich die Zürcher einen markanten Aufschwung erhofft. Die Bemühung, mehr Widerstand zu leisten, war erkennbar, das dringend benötigte positive Ergebnis blieb trotz einem Schussverhältnis von 39:22 aus. Die Rechnung der Einheimischen ging nur temporär auf. Der Schweizer WM-Topskorer Praplan bereitete das 1:0 Hollensteins vor. Tim Bozon, vor drei Jahren schwer erkrankt und vorübergehend im künstlichen Koma, verschaffte Kloten dank seiner National-League-Torpremiere eine komfortable Ausgangslage. Doch der fragile Herausforderer der robusten Bündner wusste mit den Vorteilen enttäuschend wenig anzufangen und erlitt im letzten Abschnitt einen folgenschweren Kollaps. 75 starke Sekunden genügten dem HC Davos zum Comeback, ehe Doppeltorschütze Chris Egli den Favoriten in der 51. Minute zur Wende führte. (smd)

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