Rückschlag für Fortitudo Gossau im Kampf um das Playoff

Fortitudo Gossau hat gegen GC Amicitia nach einer schwachen Leistung 29:33 (17:16) verloren. Damit rutschen die Fürstenländer in der NLA-Abstiegsrunde auf den letzten Tabellenrang ab. Im Kampf um den letzten verbleibenden Playoff-Platz ist dies ein Rückschlag.

Sarina Bischoff
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Gossaus Jannic Störchli kommt zum Abschluss. (Bild: Ralph Ribi)

Gossaus Jannic Störchli kommt zum Abschluss. (Bild: Ralph Ribi)

Dass die Gossauer im Kampf um das Playoff dabei sein wollen, zeigten sie gestern Abend zu wenig. Sie starteten nervös und teils unkonzentriert. Im Angriff agierten sie zu verhalten, ohne Druck und Tiefe, wodurch sie den Gästen aus Zürich das Verteidigen einfach machten. Zum Erfolg kamen die St. Galler einzig mit Würfen aus dem Rückraum. Die fehlende Bewegung war aber nicht nur in der Offensive zu sehen. Auch in der Defensive kamen sie meist einen Schritt zu spät. So ­resultierten insgesamt neun Penaltys gegen Fortitudo. Es war GC Amicitia zu verdanken, dass Gossau in der ersten Halbzeit nie mit mehr als zwei Toren im Rückstand lag, denn die Zürcher wussten die Nachlässigkeiten der Ostschweizer und die Überzahlspiele nicht zu nutzen.

Nach der roten Karte geht ein Ruck durch das Team

So war es eine ausgeglichene Partie ohne viele Emotionen. Diese kamen auf Seiten des Heimteams erst ab der 20. Minute auf, als Marcel Oertig eine fragwürdige rote Karte gezeigt bekam. Es schien, als ginge danach ein Ruck durch sein Team, denn plötzlich waren mehr Emotionen zu sehen und die Gossauer agierten konsequenter, spielten geduldiger und besser zusammen. Dies führte dazu, dass nicht mehr Fortitudo einen Rückstand wettmachen musste, sondern GC Amicitia.
Nach dem Seitenwechsel, beim Stand von 17:16, geriet Gossau jedoch wieder ins alte Fahrwasser. «Wir waren nicht bereit und fanden in der zweiten Halbzeit nicht mehr ins Spiel», sagte Niels Ham zur entscheidenden Phase des Spiels, in welcher die Zürcher kontinuierlich davonzogen. Er ergänzte: «Wir konnten keinen Druck mehr erzeugen, der Spielfluss war weg und wir machten zu viele technische Fehler, die der Gegner zu einfachen Toren ausnutzte.» In der Tat konnten sich die St. Galler in der zweiten Halbzeit keine zwingenden Chancen mehr herausspielen und kamen nur noch durch Einzelaktionen aus dem Rückraum zu Toren.