Rückschlag für den EVZ: Die Zuger verlieren zuhause gegen Fribourg-Gottéron mit 0:4

Im Heimspiel gegen Fribourg-Gottéron setzt es für den EV Zug eine 0:4-Niederlage ab.

Sascha Fey
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Zugs Yannick-Lennart Albrecht (links) kann Gottérons Goalie Reto Berra nicht bezwingen (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 1. November 2019))

Zugs Yannick-Lennart Albrecht (links) kann Gottérons Goalie Reto Berra nicht bezwingen (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Zug, 1. November 2019))

Die Zentralschweizer verloren vor 7200 Zuschauern in der ausverkauften Arena zum vierten Mal in den letzten fünf Spielen, wobei Heimniederlagen gegen Fribourg langsam zur Gewohnheit werden. Sie unterlagen Gottéron zum dritten Mal hintereinander vor heimischem Publikum. Letztmals holte der EVZ am 18. Februar 2017 zu Hause drei Punkte gegen diesen Gegner (4:1).

Der erste Treffer der Partie fiel erst in der 53. Minute. Und er passte zum Spiel, war doch der Freiburger Verteidiger Benjamin Chavaillaz nach einem Konter erfolgreich. Zuvor hatten die Zuger dem 1:0 deutlich näher gestanden. Gut drei Minuten später erhöhte der vor dem Tor völlig allein gelassene Samuel Walser auf 2:0. Danach kassierten die Gastgeber innerhalb von 35 Sekunden zwei Strafen, was Killian Mottet zum 3:0 (58.) nutzte. Das 4:0 (59.) erzielte der Ex-Zuger Viktor Stalberg ins leere Gehäuse.

Obwohl die Partie lange torlos blieb, war sie alles andere als langweilig. Nach ausgeglichenen ersten 20 Minuten über­nahmen das Team von Trainer Dan Tangnes das Zepter – das Schussverhältnis im zweiten Drittel lautete 19:6 zu Gunsten der Zentralschweizer. An guten Chancen fehlte es ihnen nicht, doch präsentierte sich der Freiburger Goalie Reto Berra in Topform. Er parierte nicht weniger als 38 Schüsse. Zudem prallte in der 23. Minute ein Schuss von Verteidiger Dominik Schlumpf von der Torumrandung zurück.

Dass es lange 0:0 stand, hatte auch mit dem Powerplay des EVZ zu tun. Im Mittelabschnitt agierte das Heimteam nicht weniger als sechs Minuten mit einem Mann mehr. Gute Ansätze waren durchaus vorhanden, doch fehlte es an der letzten Konsequenz. Ohnehin läuft das Überzahlspiel bislang noch nicht wie gewünscht. «Das Resultat fiel deutlich zu hoch aus», bilanzierte der Zuger Topskorer Grégory Hofmann. «Bis sie das 1:0 machen, haben wir gut gespielt. Berra zeigte ein super Spiel. Wir kreierten sehr viele Chancen, bekunden jedoch momentan Mühe, den Puck ins Tor zu bringen.»

Eine schöne Rückkehr für Sean Simpson

Das gilt auch für Hofmann selber. Nach sagenhaften 13 Treffern in den ersten zwölf Meisterschaftsspielen blieb der flinke Flügelstürmer in der vierten Partie hintereinander ohne Torerfolg. «Niederlagen helfen natürlich nicht, sie erhöhen den Druck», erklärte Hofmann. «Während einer Saison gibt es Auf und Abs. Wir brauchen allerdings noch mehr Willen, um einen Treffer zu erzielen.»

Zwar entsprach das 0:1 nicht dem Spielverlauf, dennoch unterliefen den Zugern erneut zu viele einfache Fehler. So hatte Fribourg schon zuvor einige gute Möglichkeiten, doch zeigte auch der Zuger Keeper Leonardo Genoni eine starke Leistung. An ihm lag es nicht, dass die Zuger im neunten Heimspiel in der laufenden Meisterschaft die vierte Niederlage kassierten, die zweite in Folge nach dem völlig unnötigen 2:3 gegen Rapperswil.

Derweil der EVZ etwas kriselt, scheint Fribourg den Rank gefunden zu haben. Nach der Entlassung von Mark French am 5. Oktober feierten die Westschweizer in der zehnten Partie den sechsten Erfolg, den dritten in Serie. Für den als Berater verpflichteten Sean Simpson, der die Schweiz 2013 zu WM-Silber geführt hatte, war es eine schöne Rückkehr nach Zug. Er hatte den EVZ 1998 zum bisher einzigen Meistertitel geführt. Von einem zweiten sind die Zentralschweizer in der aktuellen Form einiges entfernt. Sie müssen sich aktuell eher nach hinten orientieren.

Telegramm

Zug - Fribourg-Gottéron 0:4 (0:0, 0:0, 0:4)

7200 Zuschauer (ausverkauft). - SR Stricker/Urban, Altmann/Wolf. - Tore: 53. Chavaillaz (Stalberg, Abplanalp) 0:1. 56. Walser Vauclair, Lhotak) 0:2. 58. (57:20) Mottet (Desharnais, Gunderson/Ausschlüsse Diaz, Genoni) 0:3. 59. (58:09) Gunderson (Stalberg/Ausschlüsse Genoni; Schmutz) 0:4 (ins leere Tor). - Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Zug, 5-mal 2 Minuten gegen Fribourg.

Zug: Genoni; Diaz, Morant; Schlumpf, Alatalo; Zryd, Zgraggen; Stadler; Klingberg, Lindberg, McIntyre; Martschini, Kovar, Hofmann; Simion, Leuenberger, Bachofner; Langenegger, Albrecht, Zehnder.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Stalder; Kamerzin, Furrer; Abplanalp, Chavaillaz; Marti; Rossi, Schmutz, Stalberg; Brodin, Desharnais, Mottet; Vauclair, Walser, Lhotak; Lauper, Schmid.

Bemerkungen: Zug ohne Schnyder, Thorell und Senteler. Fribourg ohne Bykow, Sprunger, Marchon und Forrer (alle verletzt). Lattenschuss Schlumpf (23.). Zug von 57:28 bis 58:09 ohne Torhüter.