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RÜCKSCHLAG: Enttäuschendes Heimrennen

Die Schweizer Bobpiloten müssen zum Abschluss des Weltcups in St. Moritz eine Niederlage einstecken. Rico Peter wird 13. mit seinem Team, Clemens Brachers Equipe fährt nur auf Platz 18.
Marcel Hauck (sda)
Clemens Bracher fuhr in St. Moritz auf Platz 18. (Bild: Urs Flüeler/KEY)

Clemens Bracher fuhr in St. Moritz auf Platz 18. (Bild: Urs Flüeler/KEY)

Marcel Hauck (SDA)

Der Schweizer Bobpilot Clemens Bracher verpasste beim Viererbob-Heimrennen in St. Moritz den angestrebten Platz in den Top 16 um 23 Hundertstelsekunden und ist nun auf den Goodwill der Selektionäre von Swiss Olympic angewiesen, wenn er neben dem Zweierbob auch mit dem grossen Schlitten an den Olympischen Spielen dabei sein will. Der 30-jährige Emmentaler kann für sich ins Feld führen, dass er nur drei von sieben Weltcuprennen bestritt und die geforderte Norm bereits in Winterberg als 17. nur knapp verpasst hatte. Vor allem aber hatte er in St. Moritz mit der Startnummer eins grosses Pech. Denn diese ist auf der Natureisbahn im Engadin ein gewaltiger Nachteil und dürfte fast eine halbe Sekunde gekostet haben. «Schade, dass wir es nicht geschafft haben», stellte ein enttäuschter Bracher fest. «Aber wir haben gekämpft und in der Bahn waren die Fahrten nicht so schlecht.» Allerdings habe man für die speziellen Verhältnisse in St. Moritz, wo man für alle möglichen Temperaturen gerüstet sein müsse, nicht die idealen Kufen zur Verfügung gehabt.

Bracher musste zudem auf seinen nominell stärksten Anschieber Michael Kuonen verzichten, weil dieser auch bei Olympia auf dem Vierer-Schlitten von Rico Peter sitzen wird. So reichte es nur hauchdünn für die Qualifikation zum zweiten Durchgang, als 20. mit nur drei Hundertsteln Vorsprung und nicht zuletzt dank der Disqualifikation des Deutschen Nico Walther. «Es bleibt nun nichts anderes übrig, als zu hoffen, dass Swiss Olympic ein Auge zudrückt», fasste Bracher zusammen.

St. Moritz bleibt für Rico Peter «Mist»

Für die Schweizer Männer resultierte so ein enttäuschendes Wochenende ohne einen Top-fünf-Platz. Dass Rico Peter, die eigentliche Nummer eins, die Kohlen nicht aus dem Feuer holen konnte, war keine Überraschung. Ihm fehlt in dieser Saison eine absolute Top-Platzierung, zudem war er durch den gebrochenen Daumen, den er sich vor einer Woche beim Sturz in Altenberg zuzog, beim Start eingeschränkt.

War der achte Platz am Samstag im Zweier so gesehen ein Lichtblick, war Peter vom Viererrennen enttäuscht. «Ich habe mir fahrerisch mehr erhofft, aber im ersten Lauf bin ich eine Katastrophe zusammengefahren», stellte der 34-jährige Aargauer fest, der sich mit der Bahn im Engadin noch nie richtig anfreunden konnte. «St. Moritz ist und bleibt ein Mist», meinte er mit etwas Galgenhumor. Wesentlich besser gefällt ihm die Olympiabahn in Pyeongchang. Darauf liegt nun der Fokus, auch wenn am Wochenende in Königssee noch der Weltcup-Abschluss ansteht.

Mehr Grund zum Jubeln hatten in St. Moritz die Deutschen: Nach dem Dreifach-Triumph am Samstag gelang ihnen durch Johannes Lochner und Francesco Friedrich gestern auch im Viererbob-Rennen ein Doppelsieg.

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