Rückkehr an die Stamford Bridge

Didier Drogba steht heute ab 20.45 Uhr im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League zwischen Chelsea und Galatasaray Istanbul besonders im Rampenlicht: Der 36jährige Ivorer tritt im Dress des türkischen Meisters gegen seine ehemaligen Teamkollegen an.

Ueli Zoss
Merken
Drucken
Teilen

FUSSBALL. Didier Drogba holte sich vor dem bislang emotionalsten Moment im Trikot von Galatasaray Istanbul Rat bei seinem Ziehvater: Er habe nicht gewusst, wie er sich die Rückkehr an die Stamford Bridge ausmalen solle, so Drogba. «Geniesse es. Das wird dein grosser Moment», sagte ihm Chelsea-Trainer José Mourinho. Drogba spielte acht Jahre lang für Chelsea, von 2004 bis 2007 unter Mourinho.

Mourinhos Ratschlag nimmt sich der Ivorer zu Herzen. «Ich denke, dass mich die Fans herzlich begrüssen werden.» Er möchte das Gefühl der Rückkehr auskosten. Alte Freundschaften zählen aber nicht mehr. «Ich setze alles daran, dass Galatasaray weiterkommt», sagt Drogba.

«Terry wie ein Monster»

Ganz gemach ist dem 36-Jährigen nicht, wenn er daran denkt, was ihn im Spiel erwartet. Er bekommt es mit Innenverteidiger John Terry zu tun. Drogba erinnert sich noch gut an die gemeinsamen Spiele und Trainingseinheiten: «Da verteidigte Terry wie ein Monster. Goalie Petr Cech ist zudem nur schwer zu bezwingen.» Überhaupt werde es für ihn nicht einfach, gegen seine ehemaligen Teamkollegen zu treffen, da sie ihn gut kennen würden. Dies zeigte sich im Hinspiel: Beim 1:1 in Istanbul liess Chelsea seinen ehemaligen Stürmerstar nicht ins Spiel kommen. Nachdem Galatasaray in der Gruppenphase Juventus Turin ausgeschaltet hat, hoffen die Türken auf einen erneuten Coup und wollen erstmals in der Champions League bei einem englischen Club gewinnen. Allerdings kassierten sie im Europacup in den vergangenen 16 Auswärtspartien mindestens einen Gegentreffer.

Mancini lässt auf Konter spielen

Die Bilanz der Trainer spricht für Chelsea: Mourinho hat noch nie gegen ein von Roberto Mancini trainiertes Team verloren. Vor Galatasaray coachte der Italiener Inter Mailand und Manchester City. Im Hinspiel stand der frühere Grasshoppers-Spieler Izet Hajrovic in Galatasarays Startformation. Mancini ersetzte ihn aber nach 30 Minuten beim Stand von 0:1 durch den defensiven Mittelfeldspieler Yekta Kurtulus. Auch heute setzt Mancini auf eine vorsichtige Taktik. «Wir werden auf Konter spielen. Das ist unsere Stärke», sagt er.