RÜCKBLICK
Als die Ostschweizer der Tour de France den Stempel aufdrückten – grosse Siege und ein Geschwindigkeitsrekord

Am Samstag, 26. Juni, beginnt in Brest die 108. Tour de France. In der Vergangenheit warteten auch Ostschweizer mit starken Leistungen auf - allen voran Beat Breu 1982 mit dem Triumph auf der Alpe d'Huez.

Daniel Good
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Es ist geschafft: Am 20. Juli 1982 gewinnt Beat Breu die prestigeträchtige Etappe auf der Alpe d'Huez.

Es ist geschafft: Am 20. Juli 1982 gewinnt Beat Breu die prestigeträchtige Etappe auf der Alpe d'Huez.

Bild: Str / AP
Alex Zülle

Alex Zülle

Bild: PD

Der letzte Ostschweizer, der am weltweit bedeutendsten Velorennen eine Etappe mit Massenstart gewann, war 1995 Alex Zülle. Der heute 52-jährige Wiler entschied am 11. Juli nach einer Solofahrt über 100 Kilometer das Teilstück nach La Plagne für sich. Ein Jahr später setzte sich Zülle auch im Prolog durch und trug danach während zweier Tage das Maillot jaune des Leaders. Zum Gesamtsieg reichte es Zülle nie – aber 1995 und 1999 fuhr er als Zweiter in Paris ein.

Erster, Zweiter und Dritter

Michael Albasini

Michael Albasini

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Als letzter Ostschweizer zuoberst auf dem Podest einer Etappe der Tour de France stand Michael Albasini – zusammen mit acht Teamkollegen. Sie gewannen am 2. Juli 2013 mit dem Rekordstundenmittel von 57,8 km/h in Nizza das Mannschaftszeitfahren. Einen Sieg in einer Etappe mit Massenstart verpasste der Thurgauer zweimal knapp; einmal wurde er Zweiter, einmal Dritter.

Breu siegt auch in den Pyrenäen

 Beat Breu

Beat Breu

Bild: Michel Canonica

Den grössten Triumph eines Ostschweizers bewerkstelligte am 20. Juli 1982 Beat Breu mit dem ersten Platz auf der Alpe d’Huez. Der heute 63-jährige St.Galler griff im berühmten Schlussanstieg an. «Wenn die Verfolger näher kamen, hupte mein Sportlicher Leiter im Begleitfahrzeug und ich wusste, dass ich wieder einen Zacken zulegen musste», sagt Breu. Er litt «wie ein Hund», aber war zuerst im Ziel. Bis heute ist Breu der einzige Schweizer, der auf Alpe d’Huez gewann.

Angesichts der Strahlkraft jenes Sieges geht es bis heute fast unter, dass Breu in Rahmen der Tour de France 1982 auch eine Etappe in den Pyrenäen für sich entschied, die genauso anspruchsvoll war wie jene zur Alpe d’Huez. Am 13. Juli setzte er sich in Pla d’Adet durch.