RUDERN: Stahlbergs Start nach Mass

Beim Weltcup auf dem Rotsee qualifiziert sich der Thurgauer Nico Stahlberg souverän für den Halbfinal.

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Es ist wieder Ruderzeit auf dem Rotsee. Und für die Heimfans dürfte es nicht nur die Sonne zu geniessen geben, sondern auch einiges zu jubeln. Dass sie zu den Favoriten zählen, unterstrichen die Schweizer Athleten zum Start der dreitägigen Regatta nämlich eindrücklich.

Nico Stahlberg, der Weltcupführende in seiner Kategorie, zeigte zwei gute Rennen. Für ihn wartet heute ein happiger Halbfinal. «Ich bin überzeugt, dass dieser die entscheidende Hürde ist, so hochkarätig, wie er besetzt ist. Deshalb muss ich mich jetzt gut erholen.» Er konnte zum Schluss einiges an Kraft sparen. «Man gibt 1000 Meter Vollgas und dann schaut man, wo man ist. Je nachdem kann man dann ein bisschen Tempo rausnehmen», so Stahlberg.

Überzeugendes Comeback von Gmelin

Auch die weiteren Schweizer Favoritenboote erfüllten die hohen Erwartungen. So fuhren sowohl Jeannine Gmelin (offener Einer) als auch Michael Schmid (leichter Einer) im Vorlauf und im Viertelfinal auf den ersten Rang. Bei Gmelin war es offen, wie die Senkrechtstarterin nach ihrer Rippenverletzung auftreten würde. «Es ist wirklich alles sehr gut gelaufen», sagte sie nach dem Rennen. In beiden Läufen fuhr sie ihren Konkurrentinnen davon – und das vollkommen schmerzfrei. Davon dürfe man sich aber nicht blenden lassen: «Die wirklich guten Gegnerinnen warten noch.» Wobei: mit Victoria Thornley liess Gmelin niemand Geringeres als die frischgebackene Europameisterin hinter sich.

Raphael Gutzwiller