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Segel-Oldie Francis Joyon gewinnt Route du Rhum in Rekordzeit

Finaldrama bei der Route du Rhum: Der 62-jährige Franzose Francis Joyon hat einen Finish für die Geschichtsbücher hingelegt. Er hat die Transatlantik-Regatta in Rekordzeit gewonnen.
Peer Lasse Korff (SID)
Der 62-jährige Francis Joyon nach seiner Rekordfahrt und taktischen Meisterleistung. (Bild: Franck Castel/Keystone (Pointe-à-Pitre, 12. November 2018))

Der 62-jährige Francis Joyon nach seiner Rekordfahrt und taktischen Meisterleistung. (Bild: Franck Castel/Keystone (Pointe-à-Pitre, 12. November 2018))

Francis Joyon riss die rot brennenden Leuchtfeuer in den Nachthimmel von Guadeloupe und konnte sein Glück kaum fassen. Endlich, im siebten Anlauf, im Alter von 62 Jahren, hatte sich der Franzose seinen grossen Traum erfüllt. Mit einer Rekordfahrt und einer taktischen Meisterleistung im engen Schlussspurt raste Joyon auf seinem Hightech-Trimaran «Idec Sport» in die Geschichtsbücher der legendären Route du Rhum.

«Ich habe erst eineinhalb Minuten vor der Ziellinie realisiert, dass ich gewinnen könnte», sagte Joyon, nachdem er die überdimensionierte Siegerbuddel mit feinstem karibischem Rum bewegt entgegengenommen hatte: «Nach so vielen erfolglosen Versuchen schmeckt der Rum jetzt noch besser.»

Schon bei Hafeneinfahrt Champagnerflasche geköpft

Joyon köpfte schon bei der Einfahrt in Pointe-à-Pitre eine Champagnerflasche und stiess auf seien Rekord an: Noch kein Segler hatte zuvor die 3542 Seemeilen (6660 Kilometer) lange Rum-Route mit Start in Saint-Malo in der Bretagne in sieben Tagen, 14 Stunden und 21 Minuten zurückgelegt.

In den letzten Stunden des Grenzgangs für Mensch und Technik in der beeindruckenden Ultime-Klasse hatte sich der Skipper mit seinem Landsmann Francois Gabart das engste Finale seit 1978 bei der Solo-Regatta geliefert.

Triumph über den Posterboy des französischen Segelns

Gabart, 2013 Sieger der Vendée Globe, kämpfte nach tagelanger Führung nicht nur mit der Flaute vor Guadeloupe. Die Jacht des Posterboys des französischen Segelns litt auch enorm unter den schweren Atlantik-Stürmen, die im Teilnehmerfeld zu Mastbrüchen und schweren Havarien geführt hatten.

Als die beiden Konkurrenten eine Seemeile vor der Ziellinie plötzlich gleichauf lagen, war alles angerichtet für einen echten Segel-Krimi, den Tausende Zuschauer kurz vor Mitternacht vor Ort erlebten. Gabart kam schliesslich mit rund sieben Minuten Rückstand ins Ziel. Die französischen Medien huldigten anschliessend Joyon für dessen Heldentat. Die alle vier Jahre stattfindende Route du Rhum ist eines der grössten Sportereignisse Frankreichs.

«Francis Joyon, Fels im Meer», schrieb die französische Sportzeitung L’Equipe über den Sieger, der sich nun im Kreise seiner Familie von den Strapazen erholen kann. Ganz im Gegensatz zu den Athleten, die in den weiteren Bootsklassen noch um Topplatzierungen kämpfen.

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