Rosberg braucht Steigerung für Monaco-Hattrick

Der erste GP nach der Vertragsverlängerung von Lewis Hamilton bei Mercedes steht ganz im Zeichen des Zweikampfs zwischen dem Briten und Teamkollege Nico Rosberg. Der Deutsche könnte nämlich den GP von Monaco zum drittenmal in Serie gewinnen. Derweil fährt Sauber im Training nur ein reduziertes Pensum.

Peter Lattmann
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AUTOMOBIL. Mit den Perspektiven des neuen 130-Millionen-Franken-Vertrags geht Weltmeister Lewis Hamilton als deutlicher Favorit in den GP von Monaco. Teamkollege Nico Rosberg wird es schwerfallen, den Sieg von Barcelona zu bestätigen, obwohl der im Hafen leicht abgeänderte Strassenkurs von Monte Carlo sein bevorzugtes Gelände darstellt. Die zwei vergangenen Rennen hier hat er jedenfalls für sich entschieden. Gleiches ist Hamilton bisher nicht gelungen. Sein einziger Erfolg im Fürstentum liegt sieben Jahre zurück.

«Monaco ist etwas ganz Besonderes», findet Rosberg. «Es ist die grösste Herausforderung für uns Fahrer, verzeiht keinen Fehler und wird in einer einzigartigen Atmosphäre ausgetragen.» Da im Leitplanken-Käfig Überholmanöver ohne Einverständnis der langsameren Gegner kaum möglich sind, ist die Startposition wichtiger als anderswo.

Rosberg selbstsicher

«Wir haben in Spanien die Eigenheiten des Setups für die Kurvenkombinationen ausgiebig getestet und sind überzeugt, Lösungen gefunden zu haben», glaubt Rosberg. Seine Eindrücke konnte im gestrigen freien Training nur Hamilton bestätigen. Der Brite fuhr zweimal Bestzeit. Rosberg wurde am Morgen Neunter, das Nachmittagstraining ist wegen starken Regens nicht aussagekräftig. Um als erst Dritter nach Graham Hill und Ayrton Senna den Monaco-Hattrick realisieren zu können, muss Rosberg erst einmal die interne Konkurrenz in den Griff kriegen.

Ferrari fällt wieder zurück

Die mit dem Sieg in Malaysia aufgekommenen Hoffnungen, dass Ferrari schon in dieser Saison zu einem ernsthaften Widersacher von Mercedes heranwachsen kann, haben sich in Barcelona verflüchtigt. «Trotz vieler Änderungen sind wir nicht näher gekommen, sondern zurückgefallen. Diesen Rückstand müssen wir erst wieder aufholen», ist sich Sebastian Vettel bewusst. Für einen Podestplatz sind er und Kimi Räikkönen aber gut.

Die Sauber-Fahrer Felipe Nasr und Marcus Ericsson liessen es beim Training gemütlich angehen. Am Vormittag war nur Jenson Button im McLaren-Honda weniger unterwegs als Nasr und Ericsson. Nasr wurde 16. und 17., Ericsson 18. am Morgen. Am Nachmittag blieb er mit einem technischen Defekt liegen.