Roman Stamm zeigt sich zuversichtlich

MOTORRAD. Der Thurgauer Motorradrennfahrer Roman Stamm aus Fischingen will 2015 nochmals richtig angreifen. Zwei Vizetitel in der IDM Supersport konnte der 38-Jährige in den vergangenen zwei Jahren mit der von Tuner Roman Raschle (Wattwil) vorbereiteten Kawasaki ZX-6R einfahren.

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MOTORRAD. Der Thurgauer Motorradrennfahrer Roman Stamm aus Fischingen will 2015 nochmals richtig angreifen. Zwei Vizetitel in der IDM Supersport konnte der 38-Jährige in den vergangenen zwei Jahren mit der von Tuner Roman Raschle (Wattwil) vorbereiteten Kawasaki ZX-6R einfahren. Im letzten Jahr stoppte ihn nur ein Defekt auf dem Hockenheimring. Mit sechs Siegen und insgesamt 14 Podestplätzen reichte es Stamm 2014 erneut nur für den Vizemeister-Titel. Der Frust war gross und Stamm überlegte, ob er sich dem Kampf noch eine weitere Saison stellen soll. Nach seinem versöhnlichen Saisonabschluss in den Häuserschluchten von Macao hat er wieder genug Selbstvertrauen und Spass getankt. Bei seinem erst zweiten Besuch auf dieser Insel erreichte Stamm den hervorragenden 9. Schlussrang.

Ziel: Titel in der härtesten Klasse

In der Langstrecken-WM erreichte er mit dem Bolliger-Team aus dem bernischen Ruppoldsried den sensationellen 3. Rang inmitten der grossen Werkteams. Die kommende Saison wird Stamm mit einer Kawasaki ZX-10R in der Klasse IDM Superstock 1000 im gewohnten «Team Schnock Kawasaki Motorex» an den Start gehen. Diese wird die wohl härteste Klasse mit den meisten Teilnehmern sein. Und genau das ist Stamms Ziel: Er will den Titel in dieser Kategorie endlich in die Schweiz holen. Die 1000er Kawasaki mit ihren über 200 PS kennt er schon aus der Langstrecken-WM. Für die IDM Superstock wird die Kawasaki nach den persönlichen Wünschen von Stamm angepasst. Das betrifft das Fahrwerk, die Sitzposition, den Lenker, die Fussrasten und so weiter.

Saison noch nicht gesichert

Diesen Winter ging die Reise wieder in wärmere Gefilde. Im März war Stamm drei Tage in Valencia, um sich erstmals nach fünf Monaten wieder einzufahren. Von dort reiste die Truppe direkt zu den offiziellen Pirelli-Tests nach Almeria. Leider konnte Stamm nur zwei Tage richtig testen, die restlichen drei fielen dem kalten Wetter zum Opfer. Die Zeit reichte nicht, um seine Rennmaschine so richtig anzupassen. Von den Rundenzeiten her ist Stamm aber doch recht zuversichtlich und schaut positiv dem ersten Rennwochenende Anfang Mai auf dem Lausitzring entgegen. Trotz der sehr gut verlaufenen letzten Saison zeigt sich die Sponsorensuche als immer schwieriger. Der Euromindestkurs hat das Ganze noch verschärft. Diese Saison ist für Stamm noch nicht ganz gesichert. Am Wochenende beginnt die Langstrecken-WM mit dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans. Dort wird Stamm mit seinen Teamkollegen Horst Saiger und Daniel Sutter versuchen, dieses harte Rennen so weit vorne wie möglich zu überstehen. Auf Eurosport werden mehrere Stunden live übertragen. (ues)

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