Richtungsweisender Schritt

Ein neues Kapitel in der Geschichte des Ostschweizer Kunstturnens ist geschrieben. Der Spatenstich zum Regionalen Leistungszentrum in Wil ist erfolgt.

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turnen. Der Aufmarsch von Politikern, Verbandsfunktionären, Sportgrössen und am zukünftigen Bau beteiligten Firmen war riesig. Niemand wollte den traditionsreichen Spatenstich des neuen Regionalen Leistungszentrums Ostschweiz (RLZO) in der Aebtestadt verpassen, sondern mit seiner Anwesenheit bekunden, dass man ebenfalls hinter diesem grossartigen Projekt steht.

Sprungbrett

Willi Aurich, dem ersten Präsidenten der RLZO-Trägerschaft, oblag es, die verschiedenen Festredner mit Grussbotschaften vorzustellen und gleichzeitig eigene Anmerkungen zum aktuellen Stand des Projektes zu machen. «Das Regionale Leistungszentrum Ostschweiz wird zwar zu einer Kaderschmiede für Kunstturnerinnen und Kunstturner, welche Wil als Sprungbrett für die weitere Zukunft kennenlernen sollen. Nicht vergessen wollen wir aber auch den Breitensport, der in der neuen Halle ebenfalls Fuss fassen soll. Das neue RLZO soll jährlich gegen 1000 jungen Menschen die Gelegenheit bieten, sich darin zu betätigen. Das RLZO soll auch dazu dienen, der Bewegungsarmut von Jugendlichen entgegenzuwirken.»

Teamarbeit

Aurich, der seit dem Projektstart in einer führenden Position dabei ist, bezeichnet die Zeit bis zum jetzigen Moment als eigentlichen «Hosenlupf». Diese sei nur erfolgreich zu gestalten gewesen, weil er sich stets auf ein aktives Team habe verlassen können, das ausschliesslich ehrenamtlich gearbeitet habe und das auch jetzt noch tue.

Imelda Stadler, Präsidentin des St. Galler Turnverbandes, hob in ihren Worten ebenfalls die Ehrenamtlichkeit in der bisherigen Zusammenarbeit aller hervor und zeigte sich überzeugt davon, dass dies der Garant für das Gelingen des RLZO sei.

Zellweger als Vorbild

Regierungsrat Stefan Kölliker, der sich in seiner Rede als ehemaliger Kunstturner outete und in früheren Jahren dem ebenfalls in Wil anwesenden Sepp Zellweger nacheiferte, sprach in seinen Worten etwas Wichtiges an, nämlich die Zusammenarbeit mit dem Kanton Thurgau. «Schon die Zusammenarbeit mit der Kanti funktioniert bestens, ich bin zuversichtlich, dass dies auch mit dem RLZO so sein wird.» Kölliker, der seit seiner Amtsübernahme nie mehr Sport betrieben hat, versprach, sozusagen für einen eigenen Motivationsschub, regelmässig in der neuen Halle anzutreffen zu sein.

Lindenhof ist Sportschule

Stadträtin Marlis Angehrn zog in ihrem Grusswort schnell den Bezug zur Schule Lindenhof, welche als Sportschule Anerkennung gefunden habe und selbstredend künftig auch Kunstturnerinnen und Kunstturnern die Gelegenheit geben werde, dort in die Schule zu gehen und sich gleichzeitig im Leistungssport durchzusetzen. Als Stadträtin mit dem Ressort Schule sieht sie in der neuen Situation auch positive finanzielle Vorteile für ihre Stadt: «Schul-Ausschlüsse vermeiden ist günstiger, als solche zu beschliessen.» Marlis Angehrn verhehlte in ihren Worten auch nicht, dass das RLZO für die Stadt Wil eine gewisse Werbewirksamkeit haben werde. «Nicht zuletzt auch deshalb darf das Regionale Leistungszentrum Ostschweiz auf unsere Unterstützung zählen.» (uno)