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Revanche im Duell der Hubmann-Brüder

ORIENTIERUNGSLAUF. Da standen sie dicht beieinander. Der eine strahlend und sichtlich zufrieden mit sich selber, der andere ernüchtert, enttäuscht. Daniel und Martin Hubmann, die beiden Thurgauer Weltklasse-Orientierungsläufer.
Daniel Hubmann Orientierungsläufer Eschlikon (Bild: Coralie Wenger)

Daniel Hubmann Orientierungsläufer Eschlikon (Bild: Coralie Wenger)

ORIENTIERUNGSLAUF. Da standen sie dicht beieinander. Der eine strahlend und sichtlich zufrieden mit sich selber, der andere ernüchtert, enttäuscht. Daniel und Martin Hubmann, die beiden Thurgauer Weltklasse-Orientierungsläufer. Der eine errang den Meistertitel an den Schweizer Sprint-Meisterschaften. Der andere ging leer aus. Daniel Hubmann freute sich über seinen siebten Triumph auf nationaler Elite-Ebene seit 2004, Martin Hubmann ärgerte sich über das Verpasste. Denn, letzten Herbst hatte er in Delémont Platz 2 hinter seinem Vorbildbruder belegt. Und diesmal schien gar die Möglichkeit gegeben für eine Umkehr der Familienhierarchie.

Anlass dazu lieferte nicht zuletzt das Verdikt von den Europameisterschaften von vorletzter Woche in Portugal. Dem bald 24jährigen Martin Hubmann glückte das wertvollste internationale Einzelergebnis. Bronze gewann er im Sprint – und verdrängte Daniel Hubmann als Vierten aus den Medaillenrängen. «Ich gönnte Martin den Erfolg, war gleichzeitig aber genervt über meine Niederlage», sagte der erfolgsverwöhntere Daniel Hubmann. Umgehend zeigte er, dass er zu mehr fähig ist, und wurde mit den EM-Titeln über die Mittel- wie über die Langdistanz zum grossen Mann jener Titelkämpfe und zum brillanten Rückkehrer nach seiner Verletzungspause.

Voll präsent

Und den Erfolgshunger baute er auch auf diese Titelkämpfe erfolgreich auf. «Mental reizte dieser Sprint», sagte er und begründete dies mit seiner kurzen Wettkampfdauer: «Da merkst du die Müdigkeit in den Beinen nicht, da kannst du das Coole geniessen.» Im Schlussklassement wies Daniel Hubmann einen Vorsprung von 12 Sekunden auf den in Winterthur wohnhaften Fabian Hertner auf. Der drittplazierte Matthias Kyburz lag bereits 47 Sekunden zurück.

Martin Hubmanns Frust

Nicht zu einem ähnlichen Erfolgserlebnis kam Martin Hubmann. Er war als zwischenzeitlicher Leader eingelaufen, wurde sodann von Fabian Hertner und Matthias Kyburz auf Rang drei verdrängt und realisierte noch bevor Daniel Hubmann als Letztgestarteter einlief, dass er den falschen drittletzten Kontrollposten gestempelt hatte. «Aus Zeitgründen verzichtete ich auf die Kontrolle der Postennummer», erklärte er. Und weil er offensichtlich auf der Karte zu wenig genau positioniert gewesen war, rächte sich das. Schmerzhaft, wie Martin Hubmann festhielt: «Das ist ein harter Schlag, solches dürfte mir nicht passieren.» Zumindest auf der ersten Streckenhälfte hatte er sich durchaus auf Augenhöhe mit seinem Bruder befunden, und der innerlich tief verankerte Wunsch, den Bruder hinter sich zu lassen, schien realistisch. (g)

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