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Rennt Wilson in Luzern dreimal?

Das Leichtathletik-Meeting von Luzern naht: Spannend wird es bei den Sprintrennen
Turi Bucher
In La Chaux-de-Fonds stellte Alex Wilson Schweizer Rekorde über 100 m und 200 m auf. Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (30. Juni 2019)

In La Chaux-de-Fonds stellte Alex Wilson Schweizer Rekorde über 100 m und 200 m auf. Bild: Jean-Christophe Bott/Keystone (30. Juni 2019)

Das Luzerner Meeting vom kommenden Dienstag wird vor der Haupttribüne des Leichtathletik-Stadions insbesondere in den Sprintdisziplinen Hochspannung bieten. Eben erst hat der Schweizer Sprintstar Alex Wilson in La Chaux-de-Fonds Schweizer Rekorde über 100 m und über 200 m aufgestellt. Wenn Wilson in Luzern über eine dieser beiden Sprintstrecken gewinnen und sich gegen das hochkarätige Feld durchsetzen will, müsste er erneut Schweizer Rekord laufen. Denn rund um den für die Basler Old Boys startenden Alex Wilson haben die Luzerner Leichtathletik-Verantwortlichen ein sehr starkes Sprintfeld aufgebaut. Die schnellsten Leute aus Asien (Zhenye Xie aus China und Yoshihide Kiryu aus Japan) laufen gegen den schnellsten Afrikaner (Akani Simbine aus Südafrika), gegen die schnellsten Jamaikaner (Yohan Blake und Tyquendo Tracey) sowie gegen Europarekordhalter Jimmy Vicault (Frankreich) und gegen ultraschnelle US-Amerikaner (Devin Quinn und Kendal Williams).

Asafa Powell will in Luzern die 99 erreichen

Die Organisatoren haben sich für den 100-m-Event etwas Besonderes ausgedacht: Die Sprinter müssen sich in einem Vorlauf für den Final der besten acht qualifizieren. Das heisst für die Zuschauer, dass sie gleich zwei Mal in den Genuss eines 100-m-Rennens kommen werden. Und das heisst für den Schweiz-Jamaikaner Alex Wilson, dass er womöglich zweimal, vielleicht sogar dreimal rennen wird: Im 100-m-Vorlauf, wenn er dort genug schnell war ebenso im 100-m-Final, und allenfalls, wenn er sich zu einem dritten Rennen entschliessen kann, auch auf der 200-m-Distanz. Zu beachten gilt es übrigens auch den jamaikanischen Ex-Weltrekordhalter Asafa Powell. 98 Mal lief er die 100 m schon unter 10 Sekunden. In Luzern soll es das 99. Mal werden. Er will möglichst schnell 100 Mal unter der magischen 10-Sekunden-Grenze bleiben. Das wäre dann ein Rekord für die Ewigkeit, den der 37 Jahre alte Powell anstrebt.

Weltmeisterin Pearson am Oberschenkel verletzt

Die Schweizer WM-Sechste Noemi Zbären gibt nach langer Verletzungspause ihr Comeback in einem Hürdensprint-Spitzenfeld. Angeführt von der mit 12,40 Sekunden momentan schnellsten Hürdensprinterin der Welt, der Jamaikanerin Janeek Brown, werden auch U20-Weltmeisterin Tia Jones (USA), die schnellste Afrikanerin Tobi Amusan (Nigeria), Vize-Europameisterin Pamela Dutkiewicz (Deutschland) sowie die Aufsteigerin des Jahres, Payton Stumbaugh Chadwick (USA), um den Sieg in Luzern kämpfen. Wegen einer Oberschenkelverletzung musste der in Luzern beliebte Stammgast, die aktuelle Weltmeisterin Sally Pearson aus Australien, ihren Start absagen.

Roberts, das Hürden- Versprechen für die Zukunft

Bei den Männern läuft der Amerikaner Daniel Roberts in Luzern sein erst zweites Rennen auf europäischem Boden. Roberts ist der Aufsteiger des Jahres sowie die aktuelle Nummer zwei der Welt und wird vom Afrikameister Antonio Alkana (Südafrika), von Hallen-Europameister Milan Trajkovic (Zypern), dem schnellsten Asiaten Wenjujn Xie (China) und dem schnellsten Südamerikaner Eduardo Santos Rodrigues (Brasilien) gefordert.

Es war das schnellste Hürdenrennen in der Geschichte des US-amerikanischen College-Sports am 7. Juni dieses Jahres in Austin. Der 22-jährige Grant Holloway aus Florida sprintete nach zehn Hürden in 12,98 Sekunden als Erster durchs Ziel, der 21-jährige Daniel Roberts aus Kentucky in 13,00 Sekunden als Zweiter. Seine internationale Karriere will Roberts – wie übrigens schon so viele Hürdentalente vor ihm –am Dienstag in Luzern lancieren. «Daniel Roberts ist eine ganz spezielle Persönlichkeit, ein ganz spezielles Talent. Und er bleibt immer sehr bescheiden. Ich bin richtig stolz auf ihn», gibt Tim Hall, der Assistenztrainer der University of Kentucky, zu Protokoll. Und Chefcoach Lonnie Greene ergänzt: «Daniel ist auch ein exzellenter Schüler, ein Wunschbotschafter für unsere Schule.»

Bis der Sprint an die Spitze gelang, musste Roberts aber bange Momente überstehen. Er verletzte sich als Teenie in einem Football-Spiel am rechten Knie und musste zwei Mal operiert werden. Trotz einer einjährigen Pause nahm er das Sportangebot der University of Kentucky an und belegte dort das Hauptfach Digitale Medien und Design. Nachdem er Holloway – vor Roberts die Nummer eins der Weltbestenliste – im Austin-Vorlauf geschlagen hatte, revanchierte sich der dreimalige College-Meister in Folge im Finallauf. Die beiden müssen sich vom 25. bis 28. Juli an den US-Trails für die Weltmeisterschaften in Doha qualifizieren. Das Hürdenrennen in Luzern wird für Roberts ein wichtiger Test im Hinblick auf die WM-Quali sein.

Der Stehplatz-Eintritt ist von CKW gesponsert und gratis. Tribünen-Ticket-Vorverkauf unter www.spitzenleichtathletik.ch.

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