REITEN: Doppelschlag in Blau-Orange

Bei den Pfingstrennen in Frauenfeld gewinnen Le Colonel und Cornwall Cottage in den Farben von Anton und Vreni Kräuliger die Hauptrennen. Reiter Clément Lheureux und Trainer Miro Weiss siegen dreimal.

Nicole D’orazio
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Einlauf im Grossen Flachrennen am Pfingstmontag: Le Colonel gewinnt vor Zand (Mitte) und Fabrino (rechts, leicht verdeckt). (Bild: Andrea Stalder)

Einlauf im Grossen Flachrennen am Pfingstmontag: Le Colonel gewinnt vor Zand (Mitte) und Fabrino (rechts, leicht verdeckt). (Bild: Andrea Stalder)

Nicole D’Orazio

sport@thurgauerzeitung.ch

Es ist ein Déjà-vu für die 6000 Zuschauer: Le Colonel vor Zand und Fabrino. Die gleichen drei Pferde belegen wie vor Jahresfrist die ersten drei Plätze im Grossen Flachrennen über 2400 Meter am Pfingstmontag auf der Grossen Allmend. «Das Rennen verlief genau nach Plan», sagt Besitzer Anton Kräuliger vor den Medien erfreut. «Le Colonel ist ein sehr ehrliches Pferd und ein Steher.» Jockey Clément Lheureux habe ihn gut geritten. «Ich habe heute unbedingt das letzte Resultat korrigieren wollen», meint Trainer Andreas Schärer. Beim letzten Rennen in Dielsdorf sei der Boden tief gewesen, was Le Colonel als kleines Pferd nicht möge. Die Bahn in Frauenfeld mag der Fuchshengst hingegen. «Er ist ein Kämpfer mit einem riesigen Herzen», lobt Schärer. Und auch der Reiter schwärmt: «Es war ein Rennen wie ein Traum. Ich wusste, dass es schwierig wird, ihn zu schlagen.»

Fabrino, der Charlotte Haselbach aus Salenstein gehört, hat das Grosse Flachrennen schon dreimal gewonnen, muss diesmal aber erneut mit Rang drei vorliebnehmen. «Er ist beim Start gestrauchelt und daher zuerst am Schluss des Feldes galoppiert», sagt die Besitzerin. «Schön, dass er einen so tollen Schlussspurt gezeigt hat und noch weit nach vorne gekommen ist.»

Cornwall Cottage empfiehlt sich fürs Derby

Der Frühjahrspreis der Dreijährigen (2000 m) gilt als Hauptprobe für das Swiss Derby, das am 25. Juni in Frauenfeld stattfindet. Cornwall Cottage entscheidet diese vor Certaldo und Puelo für sich und realisiert den zweiten Tageserfolg für das Trio Kräuliger, Schärer und Lheureux. «Ich hatte ihn von Trainer Miro Weiss gekauft, weil ihn dort keiner wollte. Er hat mir unheimlich gut gefallen», sagt Kräuliger. Der Hengst wird nun im Derby starten. «Mit Rebello werde ich sogar noch einen zweiten starken Starter haben.» Trainer Andreas Schärer ist zufrieden: «Das Pferd hat auf dieser Bahn noch kein Rennen verloren.»

Der zweitplatzierte Certaldo gehört Christoph Müller, dem Präsidenten des Rennvereins Frauenfeld. «Er hat die Leistung bestätigt, die er kann. Der Sieger ist ein sehr gutes Pferd», meint Müller. Er hat Certaldo selber gezüchtet. Ob er ins Derby gehen wird, hänge auch von der Konkurrenz ab.

Reiter Clément Lheureux darf noch ein drittes Mal jubeln: Mit Le Pogge gewinnt er über 2400 m. Für Besitzerin Claudia Schorno ist es der zweite Tagessieg. Denn im Jagdrennen durfte sie bereits den Sieg von Gaelic Space bejubeln. Dieser hat sich gegen Le Puy de Sancy und Manolo durchgesetzt. Ebenfalls dreimal jubeln darf Trainer Miro Weiss. Für ihn gewinnen Cri de Lope (1850 m), Just Moritz (1850 m, Fegentri) und Jasaki San bei den Dreijährigen über 2000 m.

Eine Machtdemonstration erleben die Zuschauer bei den Trabern: Swedishman, der Superstar aus Frankreich mit einer Gewinnsumme von über 1,3 Millionen Franken, läuft nun in der Schweiz. Über 3200 m setzt er sich gleich an die Spitze und trabt seinen Gegnern regelrecht davon.