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REIT-EM: Trumpf sticht nicht

Der Schlusstag endete für die Schweizer im Frust. Martin Fuchs, der vor den Umgängen vier und fünf auf dem Zwischenrang zwei gelegen hatte, verpasste den Final.
Hans Leuenberger (sda), Göteborg
Der Springreiter Martin Fuchs belegte am Ende nur den 13. Rang. (Bild: Pontus Lundahl/EPA)

Der Springreiter Martin Fuchs belegte am Ende nur den 13. Rang. (Bild: Pontus Lundahl/EPA)

Hans Leuenberger (SDA), Göteborg

«Die Enttäuschung ist riesig», sagte Martin Fuchs und fügte an: «Wenn ich sehe, was mit bloss einem Fehler dringelegen wäre, macht dies die Enttäuschung noch einmal grösser.» Der 25-jährige Thurgauer war nach den Leistungen unter der Woche überzeugt gewesen, dass er in den zwei Runden mit höchstens einem Abwurf durchkommen würde. Dies hätte in der Endabrechnung nach Teambronze auch zu Einzelbronze gereicht. Aber es kam anders. Gleich zweimal fiel im ersten Durchgang die Stange. Fuchs nahm die Schuld auf sich. Nach dem ersten Fehler blieb er ruhig. «Ich dachte: Jetzt reite ich die vier Punkte sicher nach Hause. Aber ich ging dann wohl zu wenig ruhig in die Dreifachkombination», beschrieb er die entscheidende Phase. Als in der Kombination die zweite Stange fiel, wurde der Schweizer in den 13. Rang durchgereicht.

Steve Guerdat zählte ebenfalls zu den Verlierern. «Bianca berührte in dieser Woche drei Stangen, und alle drei fielen zu Boden», haderte er. «Man gewinnt nicht mit Glück, aber ohne Glück kann man auch nicht gewinnen.» Er sei immer noch aufgewühlt und könne auch die Teammedaille vom Freitag noch nicht geniessen. «Wäre ich etwas perfekter geritten, hätten ich und Bianca hier viel erreichen können», sagte er.

Equipenchef trotz der Enttäuschung zufrieden

Rang 13 von Fuchs, Platz 15 von Guerdat sowie die Aufgabe von Romain Duguet, nachdem mit Twentytwo des Biches gleich zwei Abwürfe zu Beginn des Parcours zu verzeichnen waren: Die drei besten Schweizer Reiter, die am Freitagabend noch den massgeblichen Anteil am Gewinn der Teambronze hatten, blieben im Einzel unter den Erwartungen. Equipenchef Andy Kistler relativierte den negativen Anstrich zum Abschluss der kontinentalen Titelkämpfe: «Wir wollten eine Medaille, dies haben wir geschafft. Dieser Eindruck wird in einigen Tagen überwiegen.»

Als Europameister liess sich der Schwede Peder Fredricson feiern. Der Lokalmatador handelte sich im Sattel von All In über all die Tage mit dem Jagdspringen vom Mittwoch, den beiden Umgängen in der Teamentscheidung vom Donnerstag und Freitag sowie den zwei Runden vom Sonntag am wenigsten Strafpunkte ein. Der 45-jährige Olympia­zweite von Rio de Janeiro 2016 gewann mit fünf Strafpunkten, Zweiter wurde der Holländer Harrie Smolders mit Don vor dem Iren Cian O’Connor mit Good Luck.

Entscheidung fiel beim allerletzten Sprung

Fredricson spannte die 12000 Zuschauer zum Schluss aber noch auf die Folter. Zum Finale war er mit null Strafpunkten angetreten. Als er zum Finale ins Stadion ritt, durfte er sich einen Abwurf plus einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung leisten. Bis zur Dreifachkombination auf der Schlusslinie klappte alles reibungslos. Doch dann fiel die Stange. Der letzte Steilsprung ins Ziel wurde zur Zitterpartie, aber Fredricson und All In zeigten keine Schwäche mehr und durften sich feiern lassen.

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