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Volley Luzern ist im Spielrausch

Zwei Startniederlagen hatten sie erlitten, leise Zweifel schlichen sich ein. Gegen Näfels, immerhin der Schweizer Vizemeister, schlägt Volley Luzern zurück – mit einem klaren 3:0-Sieg.
Roland Bucher
Volle Power: Strahinja Brzakovic (hinten) beschäftigt hier den Näfels-Block mit Vannis Mantegas (links) und Damian Hudzik. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 28. Oktober 2018)

Volle Power: Strahinja Brzakovic (hinten) beschäftigt hier den Näfels-Block mit Vannis Mantegas (links) und Damian Hudzik. (Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 28. Oktober 2018)

Näfels, das gilt es einleitend zu bemerken, ist in dieser Verfassung ein Abklatsch früherer grosser Tage und kein Gradmesser. Der letztjährige NLA-Klassenzweite kriecht – weshalb immer auch – auf dem Zahnfleisch, bringt kaum ein Bein vors andere. Oder, um in der Volley-Terminologie zu sprechen, bringt kaum einen unwiderstehlichen Smash übers Netz. «Näfels kann eindeutig viel mehr», befand Josef Wicki, der Mannschaftsleiter von Volley Luzern nach dem Sieg seiner Mannschaft.

Näfels im Krisenmodus, ja: aber das schmälert die Leistung, welche die Einheimischen um Trainer Liam Sketcher ablieferten, nicht im Geringsten. In der Kurzzusammenfassung: Volley Luzern lieferte gestern Volleyball vom Feinsten ab, steigerte sich in einen Spielrausch. «Ich freue mich so sehr für unsere junge Mannschaft», sagte Josef Wicki mit breiter, stolzer Brust, «wenn es noch einen kleinen Beweis benötigt hätte, dann haben wir ihn diesmal abgeliefert: wir sind auf dem richtigen Weg.»

Strahinja Brzakovic spielt überragend

Luzerns Volley-Zöglinge überraschten mit grosser Effizienz, doch die Jung-Mannschaft trug auch Sorge zum Spektakelpegel, der ja nicht grad das A und O, aber durchaus ein wesentlicher Bestandteil eines schönen Volley-Abends darstellt: Talente wie Tim Knöpfli (22) oder Luca Widmer (21) waren nicht nur Mosaiksteinchen, sondern drückten einer – leider – immer einseitiger werdenden Partie resolut den Stempel auf. So nach dem Motto: «Wir sind keine Alibivolleyballer, wir trauen uns etwas zu.» Exakt das unterschied Volley Luzern von den beiden Startpartien, die gegen Bern und Schönenwerd eher kläglich verloren ging. «Wir wussten, dass wir Potenzial haben», erklärte Wicki, «nun haben wir es umgesetzt.»

Mann des Spiels indes war einer, der – was die Schlagkraft in der Offensive anbetrifft – gestern alles überragte. Strahinja Brzakovic, ebenfalls erst 24 Jahre alt, kam nach kurzer Aufwärmphase in rasante Gänge und zog Näfels mit einer Grosszahl von Kraftschlägen resolut den Zahn. Brzakovic gestand, dass «ich mit meiner Leistung zufrieden bin», widerlegte aber auch jede Theorie aufkeimenden Übermuts: «Das Team kann noch vieles besser machen. Ich sowieso.» Also: Volley Luzern hebt nach einem Sieg, den der serbische Topskorer als «enorm wichtig für unser Selbstvertrauen» titulierte, gewiss nicht ab. Es war ein schöner, feiner, von den Fans mit viel herzlichem Applaus goutierter Sieg – auf dem Weg zum hohen Saisonziel, einem Platz im gehobenen obersten Viererquartett, geht die Arbeit aber nicht aus.

So blieb am Schluss das exakte Fazit von Teamleiter Josef Wicki, das die Momentaufnahme von Volley Luzern auf den Punkt bringt: «Wir hatten nach den beiden Startniederlagen leise Zweifel. Die haben wir jetzt beiseite gelegt. Und schauen Sie dieses junge Team an: uns gehört die Zukunft.» Wenn der gestrige Auftritt zum Standard wird: dann ist das richtig so.

Männer. 3. Runde: Volley Luzern – Näfels 3:0. – Samstag: Lausanne UC – Amriswil 1:3 (25:19, 21:25, 19:25, 21:25). Chênois – Jona 3:1 (25:20, 25:23, 20:25, 25:19). Schönenwerd – Uni Bern 3:1 (25:20, 25:18, 23:25, 25:23). – Rangliste (alle 3 Spiele): 1. Amriswil 9 (9:1). 2. Schönenwerd 9 (9:2). 3. Chênois 6 (6:4). 4. Uni Bern 4 (6:7). 5. Volley Luzern 3 (5:6). 6. Lausanne UC 3 (4:6). 7. Jona 2 (4:8). 8. Näfels 0 (0:9).

Volley Luzern – Näfels 3:0

Bahnhofhalle. – 175 Zuschauer. – SR Kähli, Sieber. – Satzergebnisse: 25:21, 25:14, 25:14. – Spieldauer: 67 Minuten. – Volley Luzern: Widmer, Newcombe, Amstutz, Köpfli, Brzakovic, Sarr, Gautschi, Peresic.

Frauen. 4. Runde: Kanti Schaffhausen – Aesch-Pfeffingen 2:3 (25:23, 21:25, 19:25, 28:26, 11:15). Franches-Montagnes – Düdingen 3:2 (25:14, 17:25, 22:25, 25:20, 15:6). – Samstag: Genève Volley – Cheseaux 3:2 (25:13, 25:21, 23:25, 19:25, 18:16). Volley Lugano – Neuchâtel UC 3:2 (16:25, 27:25, 23:25, 25:23, 15:13). – Rangliste: 1. Aesch-Pfeffingen 3/8 (9:2). 2. Kanti Schaffhausen 3/7 (8:3). 3. Neuchâtel UC 4/7 (9:7). 4. Düdingen 4/7 (8:7). 5. Volley Lugano 3/4 (6:7). 6. Franches-Montagnes 3/3 (5:8). 7. Genève Volley 3/2 (4:8). 8. Cheseaux 3/1 (2:9).

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