Die Volleyballer von Malters fordern den Favoriten aus Buochs

Der VBC Buochs gewinnt das 1.-Liga-Derby bei den Männern gegen den VBC Malters mit 3:2.

Ruedi Vollenwyder
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Der Malterser Angreifer Lukas Baumeler scheitert am Buochser Doppelblock mit Adrian Zihlmann (links) und Thomas Heiz. Bild: Roger Grütter (Buochs, 16. November 2019)

Der Malterser Angreifer Lukas Baumeler scheitert am Buochser Doppelblock mit Adrian Zihlmann (links) und Thomas Heiz. Bild: Roger Grütter (Buochs, 16. November 2019)

«Den fünften Satz hätten wir uns ersparen können, hätten wir das vierte Set wie Satz zwei und drei konzentriert fertig gespielt», regte sich Buochs-Passeur Fabian Zwyssig nach dem Spiel über den mit 28:30 verlorenen vierten Satz auf. 18:14 führten die Nidwaldner. Dann setzte Malters die letzten kämpferischen und spielerischen Kräfte frei. Nachdem Buochs selber drei Satzbälle (24:23, 27:26, 28:27) vergeben hatte, nützte Malters seinerseits ihren dritten (25:24, 26:25) zum nicht unverdienten 30:28-Satzgewinn aus. Der Smash von Rafael Küttel landete nach einem sehenswerten Ballwechsel via Buochser Block im Out.

Das war der eine von zwei wirklich spektakulären Sätzen, welche die Fans sichtlich begeisterten. Schon der Startsatz hatte es in sich. Malters, unter Spielertrainer Werner Weibel, überraschte die favorisierten Buochser mit ihrem konzentrierten, erfrischenden und variablen Spiel schon von Beginn weg. Unter der Regie des besten Punktesammlers Tobias Meier lag Malters 23:18 vorne. Dann drehte Buochs auf, glich zum 24:24 aus, ehe Meier den Ball beim Stande von 26:25 für Malters gefühlvoll ins gegnerische Feld ablegte.

Die Buochser waren ob diesem Satzrückstand keinesfalls geschockt und spielten die Gäste in den Sätzen zwei (25:11) und drei (25:22) richtiggehend an die Wand. Genau so wie im Entscheidungssatz, als Malters mit 4:15 einging. «Wir kamen in diesen drei Sätzen überhaupt nicht ins Spiel. Unsere Annahmen waren miserabel. Dazu kamen viel zu viele einfache Eigenfehler», nennt Werner Weibel die Gründe, welche die qualitativ etwas ausgeglichener besetzten Buochser zu den drei Satzgewinnen ausnützten. Dank den 14 eroberten Punkten mischt Buochs auf Rang zwei liegend weiter vorne mit.

Tobias Meier mit starken Aufschlägen

Allzu traurig war man im Lager von Malters nach dieser 2:3-Niederlage nicht. «Schön, dass wir nach dem Rückstand im vierten Satz noch einmal ins Spiel zurückgefunden haben», freute sich der 29-jährige Tobias Meier, der auf diese Saison hin wieder das Trikot des VBC Malters trägt und die Buochser zwei Sätze lang mit seinem starken Service und den harten Angriffsbällen vor fast unlösbare Verteidigungsarbeit stellte. Dank zwei Siegen (Aarau 3:0 und Volley Lugano 3:2), zwei Niederlagen (Volley Wyna 1:3 und Emmen-Nord 0:3) und dem Punktgewinn gegen die Buochser ist Malters mit sechs Zählern ordentlich in die neue Meisterschaft gestartet. «Gegen den Aufsteiger Wyna lag allerdings mehr drin», haderte Werner Weibel. «Punktemässig stehen wir ungefähr da, was ich mir von meiner Mannschaft erwartet habe.» Nur das Cup-Out gegen den BTV Aarau (0:3) schmerzt ihn noch, zumal sein Team die Aargauer im Meisterschaftsstartspiel noch klar 3:0 besiegen konnte.

Männer, 1. Liga. Gruppe C: Lugano – Aarau 3:0. Buochs – Malters 3:2. Gelterkinden – Schönenwerd 3:1. Wyna – Emmen-Nord 3:2.
Rangliste: 1. Gelterkinden 6/16 (18:6). 2. Buochs 6/14 (16:6). 3. Dragons Lugano 5/9 (12:10). 4. Emmen-Nord 5/8 (11:10). 5. Malters 5/6 (9:11). 6. Volley Wyna 5/6 (9:12). 7. Schönenwerd III 6/6 (10:14). 8. Sursee 5/4 (5:13). 9. BTV Aarau 5/3 (4:12).
Frauen, 1. Liga. Gruppe C: Wiedikon – Riehen 1:3. Baden– Therwil II 0:3. Aesch-Pfeffingen II – Region Entlebuch 3:1. Lugano – Gordola 3:0. Laufen – Lunkhofen 0:3.
Rangliste: 1. Lugano 6/15 (15:6). 2. Riehen 7/15 (17:8). 3. Therwil 6/14 (17:7). 4. Aesch-Pfeffingen II 6/12 (13:8). 5. Gordola 7/11 (13:11). 6. Lunkhofen 6/9 (12:11). 7. Wiedikon 6/6 (8:13). 8. Laufen 6/5 (7:16). 9. Kanti Baden II 6/4 (5:16). 10. Region Entlebuch 6/2 (6:17).