NLA-Duos von Radsport Altdorf erleben einen harzigen Wiedereinstieg

Nach der langen, coronabedingten Wettkampfpause sind die beiden NLA-Duos von Radsport Altdorf mit eher durchzogenen Leistungen in die Meisterschaft zurückgekehrt.

Urs Hanhart
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Für Altdorf 1 mit Claudio Zotter (am Ball) und Simon Marty lief es zuletzt nicht nach Wunsch.

Für Altdorf 1 mit Claudio Zotter (am Ball) und Simon Marty lief es zuletzt nicht nach Wunsch.

Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 29. Februar 2020)

Die Qualifikationsphase der Schweizer Meisterschaft musste Anfang März nach dem vierten von insgesamt neun geplanten Spieltagen unterbrochen werden. Im Gegensatz zu den meisten anderen Mannschaftssportarten wurde die Saison aber nicht für beendet erklärt. Dies war nur möglich, weil sich das nationale Championat nicht nur bis in den Sommer, sondern bis in den Herbst hinein erstreckt.

Allerdings musste der Verband den Modus anpassen. Die Qualifikation ist etwas gekürzt worden. Sie enthält nur noch sechs Spieltage. Runde fünf ging kürzlich in der Radballhalle Giessen in Altdorf über die Bühne. Für die Urner NLA-Teams Altdorf 1 mit Claudio Zotter und Simon Marty sowie Altdorf 2 mit Beda Planzer und Fabian Hauri verlief der Wiedereinstieg nach dem über sechsmonatigen Coronabreak trotz Heimvorteil alles andere als wunschgemäss.

Bescheidene Ausbeute für Altdorf 1

Insbesondere das Altdorfer Fanionteam tat sich unheimlich schwer. Zotter und Marty, die als Medaillenkandidaten gehandelt werden, konnten aus vier Spielen nur zwei Punkte holen. Gegen den Tabellensiebten Möhlin und gegen den Ranglistenachten Liestal musste sich das favorisierte Urner Duo jeweils mit einem 4:4-Remis begnügen. Im Duell mit Leader Pfungen setzte es eine 3:5-Niederlage ab. Leer gingen Zotter und Marty auch im Kräftemessen mit dem Tabellenzweiten Mosnang aus: 1:3-Niederlage.

Etwas besser im Strumpf präsentierte sich Altdorf 2. Planzer und Hauri starteten mit einem überraschenden 2:2 gegen Pfungen. Allerdings vermochten sie danach nicht mehr an diesen Exploit anzuknüpfen. Gegen Möhlin gab es einen sicherlich nicht budgetierten 1:2-Taucher. Im Duell mit Mosnang blieb Altdorf 2 chancenlos (2:7). Immerhin konnten es doch noch einen Sieg einfahren – mit 5:1 gegen Underdog Liestal.

Beide Urner Teams in der Meisterrunde

Trotz der doch eher mageren Vorstellungen am fünften Spieltag haben sich sowohl Altdorf 1 als auch Altdorf 2 bereits definitiv für die Meisterrunde qualifiziert. Dies dank der vor der Coronapause geholten Punkte. Der sechste und zugleich abschliessende Spieltag wird morgen Samstag in Frauenfeld ausgetragen. Allerdings sind die beiden Urner Teams dort nicht mehr mit von der Partie, weil sie ihr Qualifikationspensum bereits beendet haben. Altdorf 2 und 1 liegen mit 26 beziehungsweise 22 Punkten aus 16 Spielen unmittelbar hintereinander auf den Tabellenplätzen 3 und 4. Das fünftrangierte Winterthur könnte ihnen morgen Samstag diese Positionen allenfalls noch streitig machen. Für die Meisterrunde, die am 26. September durchgeführt wird, qualifizieren sich die besten sechs Teams. Die restlichen drei Duos scheiden nach der Qualifikation aus. Einen Absteiger in die NLB wird es in diesem Jahr nicht geben. Alle neun aktuellen NLA-Mannschaften dürfen auch in der nächsten Saison in der höchsten Spielklasse antreten. Dazu gesellt sich noch der Aufsteiger aus der NLB.

Momentan sieht es ganz danach aus, als würden Cup-Sieger Mosnang und Titelverteidiger Pfungen heuer den SM-Titel unter sich ausmachen. Diese beiden Teams haben die Qualifikation beinahe nach Belieben dominiert. Nach der Meisterrunde geht es dann Schlag auf Schlag. Am 3. Oktober findet in Pfungen die erste Finalrunde statt, und am 24. Oktober folgt das grosse SM-Finalturnier, der eigentliche Showdown. Dieses Saisonhighlight wird in Liestal über die Bühne gehen.

Die Schweizer Spitzenteams können sich in dieser aufgrund von Corona sehr speziellen Saison voll und ganz aufs nationale Parkett konzentrieren. Sämtliche Weltcup-Turniere sind abgesagt und die WM 2020 in Deutschland ist auf 2021 verschoben worden.