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Urner Radball-Duo holt WM-Bronze

An der WM in Lüttich schrammt das Altdorfer Duo Roman Schneider/Paul Looser nur hauchdünn am Einzug ins Endspiel vorbei. Dafür hält es sich mit einem 5:2-Sieg im kleinen Final gegen Gastgeber Belgien schadlos.
Urs Hanhart
Paul Looser (am Ball) und Roman Schneider (links) gewinnen an der WM in Lüttich die Bronzemedaille. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 28. April 2018)

Paul Looser (am Ball) und Roman Schneider (links) gewinnen an der WM in Lüttich die Bronzemedaille. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 28. April 2018)

Bei seinem ersten gemeinsamen WM-Auftritt sorgte das auf diese Saison hin neu formierte Fanionteam von Radsport Altdorf mit Torhüter Roman Schneider und Feldspieler Paul Looser mächtig für Furore. Um ein Haar wäre es dem für die Schweiz spielenden Ausseneiter-Duo gelungen, im Halbfinal den Titelverteidiger Deutschland (Bernd Mlady/Gerhard Mlady) auszubooten. In der Vorrunde hatten die beiden Urner gegen die Gebrüder Mlady ganz deutlich mit 1:8 Toren den Kürzeren gezogen. Deshalb stiegen die Deutschen als haushohe Favoriten in die Vorschlussrunden-Begegnung. Doch Schneider und Looser steigerten sich im Vergleich zum ersten Duell gewaltig und heizten dem vermeintlichen Overdog tüchtig ein.

Die Titelverteidiger lagen nach der Pause mehrfach im Hintertreffen. Drei Minuten vor Schluss lautete das Skore 4:3 zugunsten der Eidgenossen. Doch die Deutschen konnten das Blatt mit einem fulminanten Schlussspurt doch noch wenden. Letztlich siegten sie denkbar knapp mit 5:4 und sicherten sich auf den letzten Drücker den zweiten Einzug ins Endspiel in Folge. Ein erneuter Gewinn des WM-Titels blieb den Deutschen jedoch versagt. Im Final unterlagen sie den Österreichern (Patrick Schnetzer/Markus Bröll) mit 6:8 Toren. Damit nahmen die beiden Vorarlberger erfolgreich Revanche für die knappe Endspiel-Niederlage an der WM 2017.

Immerhin erholten sich Schneider und Looser sehr schnell vom Frust über die knapp verpasste Finalqualifikation. Im kleinen Final gegen Gastgeber Belgien legten sie jedenfalls los wie die Feuerwehr. Looser brachte die Schweiz in der dritten Minute mit einem Abstaubertor in Führung. Und bis zur Pause legten die Eidgenossen noch drei weitere Treffer nach. Beim Halbzeitstand von 4:0 war der Kampf um die Bronzemedaille schon so gut wie entschieden. Belgien konnte zwar kurz nach dem Wiederanpfiff um eine Länge verkürzen, doch Schneider stellte mit einem geschickt ins Tor gezirkelten Weitschuss den alten Abstand postwendend wieder her.

Einseitige Partie gegen Belgien

Die einseitige Begegnung endete schliesslich 5:2 zu Gunsten der Schweiz. Für Schneider und Looser ist der Gewinn der bronzenen Auszeichnung zweifellos ein grosser Erfolg, vor allem wenn man bedenkt, dass sie erst seit Anfang Jahr zusammen ein Team bilden und Looser vom gelernten Keeper zum Feldspieler umsatteln musste. Nach der überaus erfolgreichen Ära Schneider/Planzer, die 2012 im Gewinn des WM-Titels gipfelte, hat die lange Medaillentradition also eine Fortsetzung erfahren. Das Fanionteam von Radsport Altdorf bringt nun bereits zum achten Mal in Folge eine Medaille vom Showdown der Weltelite mit nach Hause.

Schneider und Looser befanden sich in Lüttich, wo sie von rund 50 mitgereisten Schlachtenbummlern lauthals angefeuert wurden, von Beginn weg auf Medaillenkurs. In der Vorrunde konnten sie die drei Aussenseiter Tschechien (5:3), Frankreich (4:2) und Belgien (6:2) allesamt ohne grössere Probleme bezwingen. Gegen die beiden Topfavoriten Österreich (5:8) und Deutschland (1:8) setzte es hingegen budgetierte Niederlagen ab. Den Sprung in den Halbfinal schafften die beiden Altdorfer mit einem überlegenen 9:3-Erfolg über Tschechien in der Zwischenrunde.

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