Uris Rollhockeyaner treffen auf die «Wundertüte» aus Genf

Am Sonntag (16 Uhr) gastiert der RHC Genf in Seedorf.

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Uri mit Felipe Sturla (rechts) will mutig auftreten.

Uri mit Felipe Sturla (rechts) will mutig auftreten.

Kurt Briker

Voraussichtlich deshalb, weil zurzeit Corona den Spielplan bestimmt. So wurde das Derby zwischen Wolfurt und Dornbirn, das eigentlich am Samstag stattfinden sollte, bereits abgesagt. Die gesamte Mannschaft des RHC Wolfurt ist in Quarantäne. Von diesem Schicksal sind die Urner und (soweit bekannt) die Genfer bislang verschont geblieben. Eine kurzfristige Absage dürfte dennoch niemanden überraschen. Damit dies nicht geschieht, hat der RHC Uri das Coronaregime nochmals verschärft. Die Spieler dürfen die Maske neu auch an Trainingstagen erst beim Betreten des Spielfeldes abnehmen. Das Risiko einer Ansteckung soll zumindest im sportlichen Umfeld auf ein Minimum beschränkt werden.

Auf dem Feld geht es aber nach wie vor zur Sache, wie Uri-Trainer Carlos Sturla sagt: «In den Trainings versuchen wir, die Sache so gut wie möglich auszublenden und uns auf den Sport zu konzentrieren. Berührungsängste hat niemand. Die Jungs geben Gas.»

Welches Gesicht zeigen die Genfer?

Das Gaspedal haben die Urner auch in den bisherigen Meisterschaftsspielen durchgedrückt. Die Ausbeute von zwei Siegen in drei Spielen kann als erfreulich bezeichnet werden. Mit Genf gastiert am Sonntag ein Meisterschaftskandidat und damit ein echter Gradmesser in Seedorf. Für ihre Verhältnisse sind die Genfer eher verhalten in die Saison gestartet. Mit sechs Punkten aus vier Spielen blieben sie hinter den Erwartungen. Auffallend ist, dass sie bislang zumeist zwei Gesichter gezeigt haben. In der Tendenz gewinnen (je 5:1 gegen Montreux und Biasca) oder verlieren (1:6 gegen Diessbach) sie klar. Welches Gesicht werden sie am Sonntag zeigen? Über Qualität verfügen sie zweifellos.

Spieler wie Federico Mendez und Jérôme Desponds haben das Schweizer Rollhockey über Jahre geprägt. Sie waren auch Teil jener Schweizer Mannschaft, die vor etwas mehr als zehn Jahren EM- und WM-Silber holte. Angst vor grossen Namen haben die Urner dennoch nicht, wie Sturla klarstellt: «Wir glauben an unsere eigenen Fähigkeiten und Stärken. Gerade bei Heimspielen wollen wir uns nicht verstecken, sondern mutig nach vorne spielen.» Es stellt sich einzig die Frage, ob sie coronabedingt auch dürfen. (ji)

Rollhockey, NLA. Sonntag, 16.00: RHC Uri – RHC Genf (Rollhockeyhalle, Seedorf).