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Den Rollhockeyanern des RHC Uri missrät der Saisonabschluss

Im letzten Spiel der Abstiegsrunde unterliegt der RHC Uri Verfolger Wimmis mit 2:5. Durch diesen Taucher müssen die Urschweizer nun sogar um die Teilnahme am Europacup bangen.
Urs Hanhart
André Da Costa (am Ball) erzielt einen der beiden Treffer für den RHC Uri. Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 31. Mai 2019)

André Da Costa (am Ball) erzielt einen der beiden Treffer für den RHC Uri. Bild: Urs Hanhart (Seedorf, 31. Mai 2019)

Seit dem vorletzten Wochenende stand bereits fest, dass der RHC Uri den Verbleib in der Nationalliga A auf sicher hat. Dennoch kam dem letzten Abstiegsspiel gegen Wimmis, das am Freitag in der Rollhockeyhalle in Seedorf ausgetragen wurde, eine grosse Bedeutung zu. Mit einem Sieg hätten sich die Platzherren definitiv für den Europacup qualifiziert. Zunächst befanden sie sich diesbezüglich auf sehr gutem Weg. Uri diktierte das Geschehen von Beginn weg souverän und ging bereits in der sechsten Minute durch einen satten Weitschuss von Youngster Matteo Gasser in Führung. Die Gastgeber hätten diese Partie schon in der ersten Halbzeit für sich entscheiden können, ja sogar müssen. Sie vergaben nämlich gleich reihenweise erstklassige Torchancen, darunter zwei Penaltys. Stattdessen mussten sie kurz vor dem Pausenpfiff den Ausgleichstreffer hinnehmen.

Nach dem Seitenwechsel bauten die Innerschweizer deutlich ab und Wimmis drehte immer mehr auf. In der 36. und 37. Minute sorgten die Gäste mit einem Doppelschlag für die Vorentscheidung (3:1). Uris Spielmacher André Da Costa bewerkstelligte zwar noch den 2:3-Anschlusstreffer, doch zwei in der Schlussphase durch direkte Freistösse gefallene Tore für Wimmis besiegelten schliesslich die 2:5-Schlappe für Uri. Uris Coach Max Aschwanden zeigte sich mit der Saisonabschiedsvorstellung seines Teams verständlicherweise alles andere als zufrieden. Dementsprechend lautete auch sein Fazit: «Unsere Chancenverwertung war katastrophal. Wir haben es versäumt, den Gästen bereits in der ersten Halbzeit den Schneid abzukaufen. Insgesamt hat Wimmis mehr Biss bewiesen und dadurch verdient gewonnen.»

Einen italienischen Trainer an der Angel

Die Berner Oberländer sind durch diesen Auswärtserfolg auf Kosten von Uri auf den zweiten Platz vorgerückt und haben nun gute Chancen, in der nächsten Saison im Europacup mitzuspielen. Für den RHC Uri ist der Zug noch nicht ganz abgefahren. Es gibt nämlich noch einen Hoffnungsschimmer, wie Aschwanden erklärte: «Der HC Montreux hat in den letzten Jahren aus finanziellen Gründen schon mehrfach auf den ihm zustehenden Startplatz im Europacup verzichtet. Es ist durchaus denkbar, dass dies auch in der nächsten Saison wieder der Fall sein wird. Davon könnten wir allenfalls profitieren und nachrücken.» Die Bilanz nach dieser durchzogenen Saison fällt ziemlich bescheiden aus. Mit dem Ligaerhalt wurde nur das absolute Mindestziel erreicht. Und dies auch nur dank dem Polster, das die Urner aus der Qualifikation mitnehmen konnten. Immerhin sieht es dafür im Hinblick auf die nächste Saison gut aus. Das jetzige Kader sollte gemäss Aschwanden bestehen bleiben. Abgänge werde es voraussichtlich keine geben. Dies gilt allerdings nur für die Spieler. Im Staff müssen Trainer Simon von Allmen, der zuletzt wegen verletzungsbedingtem Personalmangel mehrheitlich als Spielertrainer agierte, und Coach Aschwanden ersetzt werden.

Für den Trainerposten zeichnet sich bereits eine Lösung ab, wie Aschwanden verriet: «Wir sind in Verhandlungen mit dem italienischen Trainer Carlos Sturla, der über eine grosse Erfahrung sowie viel Biss und Herzblut verfügt. Er war nicht nur in der italienischen Liga tätig, sondern auch schon in Südamerika. Eigentlich sind wir uns schon einig. Wir müssen für ihn nur noch einen Job finden, damit er in die Schweiz kommen kann.» Carlos Sturla ist übrigens der Vater von Felipe Sturla, der beim RHC Uri seit einem Jahr zu den absoluten Leistungsträgern gehört.

Uri – Wimmis 2:5 (1:1)

Rollhockeyhalle Seedorf. – 100 Zuschauer. – SR Lewis, Graber. – Uri: Blöchlinger, Kellner; Von Allmen, Schuler, Da Costa (1), Gasser (1), Briker, Imhof, Sturla, Fussen. – Wimmis: Pinheiro, Kauter; Gmür, Sebastian Pfähler, Müller (1), Meier, Jonathan Brand, Jonathan Pfähler (2), Simon Brand (2), Wittwer.

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