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Unterzahl wird zum Verhängnis

Sarnen verliert gegen Hergiswil das Derby 1:3. Die Obwaldner verpassen es damit, einen Mitkonkurrenten im Kampf um den Ligaerhalt in der 2. Liga inter zu distanzieren.
Michael Wyss
Der Hergiswiler Markus Kiser (links) stellt sich dem Sarner Dario Schorno in den Weg. (Bild: Nadia Schärli (Sarnen, 29. September 2018)

Der Hergiswiler Markus Kiser (links) stellt sich dem Sarner Dario Schorno in den Weg. (Bild: Nadia Schärli (Sarnen, 29. September 2018)

«Es sind Big-Points, die wir diesmal holen müssen», war sich Sarnens Trainer Ricardo Pereira (38) vor dem Unterwaldner Duell gegen Hergiswil bewusst. Bis auf sechs Zähler hätten die Obwaldner, die nach dem jüngsten 2:1-Auswärtserfolg über Lugano U21 beflügelt schienen, Hergiswil distanzieren können. Doch die Platzherren kassierten im Prestigeduell gegen den Nachbarn aus Hergiswil eine 1:3-Niederlage. Für die Pereira-Equipe war es der vierte Nuller im achten Spiel. Dabei stand der Ausgang dieser Partie bis knapp eine Viertelstunde vor Schluss beim Stand von 1:1 auf Messers Schneide (37. Devin Arnold 0:1; 53. Nando Omlin 1:1) stand. Die Entscheidung zu Gunsten der Gäste, die nach etwas mehr als einer Stunde in numerischer Überzahl nach Dario Schornos Ausschluss (63.) spielen konnten, führten dann Florian Eberhard (77. 1:2) und Simon Wieland (89. 1:3) mit ihren beiden Treffern herbei. Damit verpassten es die Kicker vom Seefeld, sich zum Abstiegsstrich etwas Luft zu verschaffen. Pereira: «Das Fehlen von nicht weniger als sieben Spielern wog schwer und erwies sich als zu hohe Hypothek. Dass wir während einer halben Stunde in Unterzahl spielen mussten, war zudem sicher nicht förderlich.»

Gar nicht zufrieden zeigte sich Trainer Pereira nach der Niederlage und der Zwischenbilanz: «Ich bin mit dem aktuellen Stand natürlich gar nicht zufrieden. Doch bekanntlich lügt die Tabelle nie. Während der Vorbereitung hatte ich viele Abwesenheiten zu beklagen und dieser Trend, welcher bei vielen Amateurteams zu beobachten ist, hat in der bisherigen Vorrunde Einzug gehalten.» Noch kein Spiel konnte Pereira mit derselben Equipe bestreiten. «Immer wieder muss ich auf verschiedene Akteure verzichten, aus verschiedensten Gründen. Mit dieser Entwicklung bin ich gar nicht zufrieden. Die Quittung dafür haben wir nun bekommen.» Gründe für das Fehlen diverser Spieler sind nicht verletzungsbedingter Natur, sondern freizeitbedingt (Ferien, Hochzeiten, Polterabende, Geburtstage und Städtetripps). «Dieser Umstand ist für mich als Trainer schon frustrierend.» Verständlich. Er ist ja nicht Trainer einer 5. Liga oder Seniorenmannschaft, wo man ein gewisses Verständnis dafür aufbringen könnte. Somit ist der Wunsch, sich im ersten Tabellendrittel festzusetzen, nicht mehr möglich. Positiv sei nach der Verjüngung des Kaders auf diese Meisterschaft hin aber, wie sich die ganz jungen Spieler entwickeln. «Sie bereiten viel Freude und machen einen guten Job.» Wie kommt Sarnen (8 Spiele, 8 Punkte) aus dem Abstiegsbereich? «Wir haben genug Qualität im Team, das ist unbestritten. Wenn ich die Abwesenheiten auf ein Minimum reduzieren kann, werden die Resultate auch wieder stimmen und wir einen Schritt nach oben machen.»

Hergiwiler haben sich aufgefangen

Hergiswil, letzte Saison noch Meister in dieser Gruppe 4, wahrte seine Ungeschlagenheit im dritten Spiel in Serie. Nach dem 3:2-Auswärtssieg über Novazzano und dem Punktgewinn gegen Liganeuling Willisau (1:1) folgte nun ein 3:1-Auswärtssieg bei Sarnen. «Es geht wieder aufwärts», freute sich Hergiswils Trainer Marc Odermatt (43). «Nach unserem schlechten Start mit vier Niederlagen und einem Punktgewinn haben wir uns nun gefangen. Nun gilt es, das weiter zu bestätigen.»

Mit der aktuellen Tabelle ist Odermatt aber dennoch nicht zufrieden, oder? «Nein. Wir haben klar andere Ansprüche. Wo wir aktuell stehen, macht mir sicher keine Freude, wenn ich an die vergangene Spielzeit denke.» Vor allem verlangt der 43-Jährige von seinen Spielern zehn Prozent mehr Leidenschaft für das Hobby. «Wir müssen den Fussball wieder leben. Das beginnt bereits im Training.»

Hinweis

Resultate und Ranglisten auf Seite 27.

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