Ein totaler Triumph für den Engelberger Stefan Matter

An den Telemark-Weltcup-Rennen in Frankreich gewinnt der 32-jährige Obwaldner alle drei Rennen.

Theres Bühlmann
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Der Engelberger Stefan Matter hat den Sieg im Gesamt-Weltcup im Visier.

Der Engelberger Stefan Matter hat den Sieg im Gesamt-Weltcup im Visier.

Bild: PD

Bei der zweiten Weltcup-Station im Telemark in Samoens (FRA) standen neben dem Sprint auch zwei Classic-Rennen auf dem Programm, der wohl strengsten Disziplin in dieser Sportart. Dazu gehören Riesenslalomstrecken mit den typischen Telemark-Schritten, Sprünge und das Befahren von 360-Grad-Steilwandkurven sowie das Beherrschen der Skatingtechnik. Einer, der die Sparte Classic auf hohem Niveau beherrscht, ist der 32-jährige Stefan Matter. Der Engelberger holte sich 2017 den Weltmeistertitel und gewann in der letzten Saison zum zweiten Mal diese Disziplinenwertung.

Auch bei der Ouvertüre in Hochsavoyen liess der Obwaldner am vergangenen Mittwoch nichts anbrennen und setzte sich souverän durch. Einen Tag später stand er beim zweiten Classic-Rennen wieder zuoberst auf dem Podest, vor seinen Landsleuten Nicolas Michel und Bastien Dayer. Auch im Sprint, der in zwei Läufen ausgetragen wird und am Freitag über die Bühne ging, liess Matter der Konkurrenz keine Chance. Er siegte erneut und kam so zu seinem neunten Weltcup-Sieg.

Podestplätze auch für Beatrice Zimmermann

Auch Beatrice Zimmermann (29) bewies am Mittwoch mit Rang drei ihre gute Form. Am Donnerstag stand die Stanserin ebenfalls auf dem Podest, verpasste Platz zwei hinter Jasmin Taylor (GBR) nur gerade um 36 Hundertstelsekunden. Der Sieg ging an die mehrfache Weltcup- Siegerin und Titelverteidigerin des Gesamtweltcups, der Walliserin Amélie Wenger-Reymond. Im Sprint verpasste Zimmermann mit Rang 4 das Podest.

Stefan Matter, der sich den Sieg in der Weltcup-Gesamtwertung um Ziel setzt («Dieser fehlt noch in meinem Palmarès») steht bereits an der Spitze. Bei den Frauen führt Amélie Wenger-Reymond, Beatrice Zimmermann ist auf Rang 3 anzutreffen. Im Nationenklassement ist die Schweiz auf gutem Wege, den Titel zu verteidigen. Sie führt mit über 400 Punkten Vorsprung auf Frankreich, auf Platz drei folgt Deutschland.

Der Telemark-Tross disloziert nun in den Norden, in die südnorwegische Kleinstadt Rjukan, wo im letzten Jahr die Weltmeisterschaft über die Bühne ging. Zur Austragung gelangen am Donnerstag und am Freitag je ein Sprintrennen, am Samstag steht ein Parallelsprint auf dem Terminplan. Rjukan liegt übrigens bezeichnenderweise in der Region Telemark.