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Triumph mit Überzeugungskraft: Volley Luzern gewinnt gegen Chênois

Starker Playoff-Start des Luzerner NLA-Teams: Dieses macht im ersten Viertelfinal-Spiel kurzen Prozess mit Chênois, siegt klar 3:0 (25:22, 25:19, 25:19). Heute will Liam Sketchers Truppe alles klarmachen.
Roland Bucher
Die Luzerner Spieler haben gut lachen, der erste Schritt Richtung Viertelfinals ist geschafft. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 16. März 2019)

Die Luzerner Spieler haben gut lachen, der erste Schritt Richtung Viertelfinals ist geschafft. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 16. März 2019)

Die Differenz zwischen Luzern und Chênois Genf, einer Volley-Bastion, war bedeutend grösser als nur eine Brustbreite. «Wir sind wirklich überzeugend aufgetreten», zog Nick Amstutz, Mittemann mit der Ausstrahlung eines Teamleaders, Fazit, «wir waren solid, wir haben immer dann einen Gang höher schalten können, wenn die Genfer zwei, drei Punkte vorgelegt haben. Das spricht für unser Selbstvertrauen.» In die Gänge kam Luzern nicht zuletzt dann, wenn Amstutz, der Volley-Ur-Luzerner, zum Service antrat: der Aufschlag des Sportstudenten beinhaltet zwar wenig Schärfe, wenig Spektakel – dafür aber umso mehr Effizienz.

(Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 16. März 2019)

(Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 16. März 2019)

Insgesamt führten nicht weniger als 14 seiner Aufschläge zu einem Punktgewinn für sein Team – und Nationaltrainer Mario Motta, gestern in der Bahnhofhalle vor Ort, dürfte sich so seine Gedanken gemacht haben. Eigentlich hatte er Luzern für seinen Besuch ausgewählt, um Genfs Talent Quentin Zeller einer Inspektion zu unterziehen – doch Motta sah Amstutz, der Entscheidendes tat für den höchst überzeugenden Erfolg der Einheimischen. Lust auf die Nationalmannschaft, Nick Amstutz? «Eigentlich bin ich ja schon fast ein Volley-Oldie», lächelt der spielintelligente Luzerner, «aber wenn ein Aufgebot ins Haus flattern würde, dann wäre ich natürlich sehr geehrt.»

Luzern mit viel Nervenstärke

Der Playoff-Startsieg der Luzerner war höchst verdient, aber auch hart erdauert. Chênois, die Mannschaft, welche es durchaus versteht, mit Mätzchen Spielunterbrüche zu erzwingen und den Rhythmus des Widersachers zu durchkreuzen, war auch gestern ein Tyrann, der stets wieder überragende Sequenzen einstreute, die Luzerner Mannschaft und ihre Fans verunsicherte. «Aber im Gesamtpaket waren wir doch die bessere Equipe», betonte Teamchef Josef Wicki, der zum Beispiel mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen durfte, wie Liga-Topskorer Strahinja Brzakovic stets dann volle Wucht in den Smash legte, wenn der Punkt höchst gefragt war;

Strahinja Brzakovic. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 16. März 2019)

Strahinja Brzakovic. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 16. März 2019)

wie Traagstad Döös hervorragende Arbeit am Block verrichte; wie Jörg Gautschi riss und zerrte und tauchte; wie auch Trainer Liam Sketcher taktisch aktiv wurde, als er für den diesmal eher fehlerhaften Aufschläger Kevin Saar kurzzeitig Marcel Häfliger zum Service beorderte. Und damit Erfolg hatte.

Kevin Saar. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 16. März 2019)

Kevin Saar. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 16. März 2019)

Das war genau in jener Minute übrigens, als Chênois, eigentlich schon hoffnungslos im Rückstand, doch noch eine deutlich verspätet eingetroffene Zweierdelegation seiner Mini-Fangemeinde in der Bahnhofhalle willkommen hiess. Die packten Pauke und Trompete aber schnell wieder ein: Luzerns Endspurt war eindrücklich. «Chênois», sagt Nick Amstutz, «ist und bleibt aber ein unbequemer Widersacher, das müssen wir uns hinter die Ohren schreiben.» Heute geht es nach Genf, zum Rückspiel, in eine Halle, die ein Loch sei, sagt Amstutz, stickig, ohne Tageslicht: «Das soll uns aber nicht daran hindern, den Sack zuzumachen.»

Er darf guten Mutes sein. «Liam, unser Trainer», erzählt Teamchef Josef Wicki, «hat mir zu Beginn dieser Woche eine Nachricht geschickt und mir sehr glaubwürdig erläutert: Ich bin positiv, wir schaffen diesen Halbfinal.» – Nach dem gestrigen Spiel zu urteilen: Ja.

Volleyball, NLA Männer, Playoff-Viertelfinals (best of 3). 1. Runde: Amriswil (1. der Qualifikation) – Jona (8.) 3:0 (25:16, 25:10, 25:18). Schönenwerd (2.) – Uni Bern (7.) 3:0 (25:20, 25:20, 25:22). Lausanne (3.) – Näfels (6.) 3:0 (25:19, 25:14, 25:20). Volley Luzern (4.) – Chênois (5.) 3:0 (25:22, 25:19, 25:19). Das weitere Programm. 2. Runde. Heute: Uni Bern – Schönenwerd (16.00). Näfels – Lausanne (17.30). Jona – Amriswil (18.00). Chênois – Volley Luzern (18.00, Sous Moulin, Genève). – 3. Runde (eventuell): Mittwoch, 20. März 2019.

Volley Luzern – Chênois Genève 3:0

Bahnhofhalle. – 250 Zuschauer – SR Grieder, Fonio. – Sätze: 25:22. 25:19, 25:19. – Spieldauer: 76 Minuten.– Volley Luzern: Saar, Gautschi (Libero), Newcombe, Amstutz, Häfliger, Brzakovic, Anagnostopoulos, Döös. Frauen, Playoff-Viertelfinals (best of 3). 1. Runde: Düdingen (1. der Qualifikation) – Cheseaux (8.) 3:1 (25:22, 17:25, 25:22, 25:15). Aesch-Pfeffingen (2.) – Genève Volley (7.) 3:0 (25:23, 25:17, 25:20). Kanti Schaffhausen (3.) – Franches-Montagnes (6.) 3:1 (25:19, 25:19, 20:25, 25:16). Neuchâtel (4.) – Lugano (5.) 3:0 (25:22, 25:19, 25:21).

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