Trail Run Einsiedeln – eine Premiere mit Strahlkraft

Bei der ersten Austragung des Trail Run Einsiedeln steht das Erlebnis im Vordergrund. Füt die Läufer standen drei Distanzen standen zur Auswahl: 53 km mit 3300 Höhenmetern, 22 km mit 1200 Höhenmetern und 13 km mit 850 Höhenmetern.

Jörg Greb
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Trailrunning passt irgendwie in diese spezielle Zeit. Eine Zeit, in der so viele umdenken müssen. Im Speziellen gilt das auch für die Volksläufer. Ihre Ziel-Events sind Covid-19 zum Opfer gefallen und fallen auch in den kommenden Wochen und Monaten weitgehend weg. Der Trail Run Einsiedeln hat mit seiner Erstaustragung zwar nicht die Massen bewegt (110 Teilnehmer), aber für viele strahlende Gesichter und begeisterte Kommentare gesorgt. «Genial ist es gewesen», sagte beispielsweise Christof Huber.

Den Läufern wurde ein herrliches Panorama geboten.

Den Läufern wurde ein herrliches Panorama geboten.

Bild: pd

Der leidenschaftliche und ambitionierte Trail Runner erklärte: «Wegen Dauerproblemen mit dem Ischias wandte ich mich vor einigen Jahren dieser Sparte zu, die Natur und Abenteuer bietet.» Er sprach von einer Entdeckung, strich die «anspruchsvollen Trails wechselnd mit den Flowing-Abschnitten» hervor und betonte «die einzigartige Kulisse». Huber wies auch auf Attraktionen in unmittelbarer Nähe wie Wurzeln, Steine und Pflanzen hin, ebenso auf eine einzigartige und vielfach überraschende Weit- und Rundsicht. Die schneebedeckten Berge sorgten für einen zusätzlichen Höhepunkt – dem lange nicht voraussehbaren Wetterglück sei Dank. Drei Distanzen standen zur Auswahl: 53 km mit 3300 Höhenmetern, 22 km mit 1200 Höhenmetern und 13 km mit 850 Höhenmetern.

«Wir wollten uns an ein breites Publikum richten und für alle etwas bieten»,

sagte der Initiator und OK-Präsident Philipp Wälchli. Er, der vor zwei Jahren vom Zürichsee nach Einsiedeln gezogen ist, vollendete damit seine Vision, «diese hochattraktive Region mit einem solchen Event zu belohnen».

Keine Zeitmessung, keine Rangliste

Dass es sich dabei nicht um einen Wettkampf im eigentlichen Sinn handelt, passt in die Ausrichtung der immer beliebteren Trail-Veranstaltungen. Eine Zeitmessung gab es nicht – folglich auch keine Rangliste. Das (gemeinsame) Erlebnis rückte damit noch stärker in den Vordergrund.

Und wie fällt die Bilanz zum Trail Run Einsiedeln aus? Organisator Wälchli sagte: «Super. Wir konnten unsere Idee umsetzen und die Reaktionen fielen überwältigend aus.» Da rückte auch die Nervosität am Rennmorgen rasch in den Hintergrund. Bis zum Zeitlimit um 20 Uhr waren alle Läufer gesund zurück – um Erfahrungen und Eindrücke reicher.

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