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Langlauftalente liefern sich Nachtspektakel in Engelberg

Der Nachtsprint von Engelberg ist gespickt mit vielen packenden Duellen. Den Zweikampf zwischen Lea Fischer und Stefanie Arnold aus Unterschächen entscheidet die Engelbergerin für sich.
Roland Bösch
Die Urnerin Stefanie Arnold (vorne) wird am Ende Zweite. Bild: Max Kraut (Engelberg, 11. Januar 2018)

Die Urnerin Stefanie Arnold (vorne) wird am Ende Zweite. Bild: Max Kraut (Engelberg, 11. Januar 2018)

Der Speaker des Nachtsprints Engelberg kündete am vergangenen Freitagabend die Teilnahme der Swiss-Ski-Athleten Lea Fischer, Stefanie Arnold und Avelino Näpflin mit einem lachenden und einem weinenden Auge an. Die Freude über den Start der drei Zentralschweizer war bei OK-Präsident Beat Waser vom organisierenden Nidwaldner Skiverband gross. Die Teilnahme wurde aber nur möglich, weil die drei Hoffnungsträger die Qualifikation für die Junioren- und U23-Weltmeisterschaften verpassten. «Klar, wäre ich gerne nach Finnland gereist. Doch ich muss längerfristig denken. Da ist eine einzelne Grossveranstaltung nicht massgebend», erklärt die Engelberger B-Kader-Athletin Fischer.

Vierter Prologsieg für Arnold

Das Publikum beim Sprint im Rahmen des ZSSV-Concordia-Langlaufcups merkte schnell, dass der Start im Klosterdorf für das Trio keine Frustbewältigung ist. Viel mehr verspürten sie Lust am Nachtspektakel als gute rennmässige Trainingseinheit. Stefanie Arnold und Lea Fischer schenkten sich dabei bereits beim Prolog keinen Zentimeter. «Ich habe gewusst, dass ich Vollgas geben muss, wenn ich den Prolog für mich entscheiden will», blickt Stefanie Arnold zurück. Die 22-Jährige rettete einen für langläuferische Verhältnisse fast unglaublichen Vorsprung von drei Hundertsteln ins Ziel und meinte: «Man kann ja schon fast von einem Zufallsprologsieg sprechen.»

Es war bereits der vierte Prologsieg und der damit verbundene Gutschein für eine Übernachtung im Hotel Waldegg. Die stets lachende Stefanie Arnold verrät fast entschuldigend: «Vielleicht löse ich den Gutschein in diesem Jahr erstmals selber ein. Sonst habe ich jeweils die Übernachtung als Dankeschön meinen Eltern verschenkt.» Dankbar für die Rückendeckung des Elternhauses ist Stefanie Arnold nach wie vor, nur hat sich ihre Ausgangslage verändert. Seit dem Sommer 2018 pendelt sie für die Trainings zwischen Davos und dem Schächental hin und her. In den Jahren zuvor lebte die Sportmittelschülerin sozusagen in Engelberg.

Fischer dreht den Spiess um

Im Landwassertal durfte Stefanie Arnold Mitte Dezember 2018 auch ihr Weltcup-Debüt im Sprint geben. Für die Finalläufe hat es der Urner C-Kader-Athletin zwar nicht gereicht. Eindrücklich war dieser Tag in Davos aber sehr wohl: «Das ganze Drum und Dran ist schon beeindruckend und motivierend zugleich», gibt Arnold zu Protokoll. Stefanie Arnold ist froh, dass sie den Tapetenwechsel vorgenommen hat. Nach tollen Jahren in Engelberg, seien neue Impulse ganz wichtig gewesen. «In Davos trainiere ich auch mehr unter der Anleitung meines Trainers Reto Burgermeister und stehe im engeren Austausch mit ihm», stellt die Frohnatur fest.

Zurück nach Engelberg zum Nachtsprint. Das Kopf-an-Kopf-Rennen mit der zwei Jahre jüngeren Lokalmatadorin Lea Fischer ging für Stefanie Arnold nach erfolgreichem Halbfinalsieg im Finale weiter. Arnold setzte sich zwar zu Beginn des Finallaufs an die Spitze. Lea Fischer liess nicht locker und griff mehrfach an. Vor der letzten Kurve konnte sich die Engelbergin dann an die Spitze setzen und nach 2016 zum zweiten Mal den Nachtsprint bei den Frauen für sich entscheiden. Sichtlich zufrieden meinte Lea Fischer: «Ich liebe das direkte Duell. Ich kann mich in solchen Situationen stärker pushen.»

Nachtsprint Engelberg. Frauen: 1. Lea Fischer (Engelberg). 2. Stefanie Arnold (Unterschächen). 3. Laura Bütler (Engelberg). 4. Bianca Buholzer (Horw). – U16: 1. Nadia Steiger (Horw). 2. Luana Feubli (Büren-Oberdorf). 3. Sara Gander (Wolfenschiessen). 4. Ramona Schöpfer (Marbach). – U14 (12): 1. Anoushka Järmann (Engelberg). 2. Sina Arnet (Engelberg). 3. Zoë Felder (Schwendi-Langis). 4. Leandra Schöpfer (Marbach). – U12 (17): 1. Elena Frei (Unterschächen). 2. Eliane Kiser. 3. Molly Kafka (beide Schwendi-Langis). 4. Simone Meyer (Horw).

Männer (15 Klassierte): 1. Andrin Näpflin (Beckenried). 2. Pascal Wolf (Schwendi-Langis). 3. Bruno Joller (Bannalp-Wolfenschiessen). 4. Janis Lindegger (SAS Bern). – U18/U20 (15): 1. Avelino Näpflin (Beckenried). 2. Ramon Riebli (Schwendi-Langis). 3. Fabian Fahner (Oberhasli). 4. Samuel Beeler (Rothenthurm). – U16 (12): 1. Matthias Riebli (Schwendi-Langis). 2. Ivan Fahner (Oberhasli). 3. Tino Schuler (Gotthard-Andermatt). 4. Leander Kiser (Schwendi-Langis). – U14 (15): 1. Silvan Lauber (Horw). 2. Julian Emmenegger (Flühli). 3. Josias Muheim (Unterschächen). 4. Janik Joos (Horw). – U12 (14): 1. Marco Lauber (Horw). 2. Nico Briker (Unterschächen). 3. Andreas Gwerder (Schwendi-Langis). – Komplette Rangliste und Bildergalerie unter: www.nsv-ski.ch

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