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Stadtläufer Petrus weilt in den Ferien

Trychelklänge kündeten die Ankunft der Gastregion der Seegemeinden Vitznau, Weggis und Greppen an. Potsdams Oberbürgermeister nimmt am Solidaritätslauf teil.
Marlis Jungo
Die Gastregion Weggis Vitznau Rigi bei der Ankunft in Luzern mit dem Nauen «Max», angeführt von der Rosenkönigin Fabien Joller. (Bild: Nadia Schärli, Luzern, 4. Mai 2019 )

Die Gastregion Weggis Vitznau Rigi bei der Ankunft in Luzern mit dem Nauen «Max», angeführt von der Rosenkönigin Fabien Joller. (Bild: Nadia Schärli, Luzern, 4. Mai 2019 )

Trotz der Wetterkapriolen begrüsste OK-Präsident Beat Schorno am frühen Samstagnachmittag eine gut gelaunte Schar in der Glasbox auf dem Luzerner Weinmarkt. «Eigentlich wäre Petrus ja ein Stadtläufer», meinte er schmunzelnd, aber der habe wohl Ferien. Ungewohnt für viele sei der Stadtlauf in der Ferienzeit und auch die Durchführung erst im Mai. Und fügt an: «Eine Teilnahme aber ist wetterunabhängig und Ehrensache.» Schorno heisst Räte aus Städten und Kanton willkommen und begrüsst gewählte Politiker und solche, die es noch wollen. Dank gebühre einerseits den vielen grosszügigen und langjährigen Sponsoren. Ohne die ein Anlass mit gegen 13000 Teilnehmern nicht zu stemmen wäre. «Danke aber auch an die über 550 Helferinnen und Helfer aus Vereinen und Organisationen», fährt Schorno fort. Und erwähnt speziell den Skiclub Horw, der sein 100-Jähriges feiert. Das Startgeld der Solidaritätsläufer darf dieses Jahr die Frauenzentrale Luzern entgegennehmen, vertreten durch die Präsidentin Silvana Beeler Gehrer.

Stadtpräsident Beat Züsli bezeichnete den Luzerner Stadtlauf als einen der grössten Laufveranstaltungen in unserem Land. Ein Ereignis, das aber nicht nur in der Stadt Luzern wirke. Sondern in der ganzen Zentralschweiz und sogar darüber hinaus. Wie Teilnehmerzahlen beispielsweise aus Potsdam aufzeigen würden. Oberbürgermeister Mike Schubert und seine Frau Simone werden von Züsli herzlich willkommen geheissen. Beide werden am Solidaritätslauf starten. Für Simone Schubert ist der Besuch bei uns eine Premiere. Ihr Mann war bereits am Stadtlauf wie auch am Halbmarathon auf der «landschaftlich wundervollen Strecke, gesäumt von unglaublich vielen Zuschauern» unterwegs. Was Züsli freut, «obwohl die Läufer aus Potsdam zum Leidwesen der Einheimischen sehr erfolgreich unterwegs sind.»

Schnelle Läufer aus Luzerns Partnerstadt Potsdam

Es besteht seit 2002 eine Verbindung, seien es gemeinsame Wettkämpfe wie etwa die Jugendolympiade. Zudem ähneln sich Luzern und Potsdam, indem sie sowohl schöne wie auch kulturell interessante Städte seien, so Züsli weiter. Zum Schluss mag der Stadtpräsident dem weinenden Himmel auch etwas Gutes abgewinnen: «Regen kann Anlass dafür sein, möglichst schnell ins Ziel zu kommen und so eine gute Zeit zu laufen.»

Der Weggiser Gemeindepräsident Roger Dähler hielt die «Laudatio» zur Gastregion, auch «Riviera» genannt. Er sprach auch im Namen seines Kollegen Herbert Imbach aus Vitznau und seiner Kollegin Claudia Bernasconi aus Greppen sowie Peter Rubi, Präsident des Hotellerievereins Weggis, Vitznau, Rigi. Eine Delegation, bestehend aus 12 Trychlern der Chlausjager Vitznau, der Weggiser Rosenkönigin Fabien Joller – gleichzeitig Ehrenstarterin – und den Gemeindepräsidenten und Vertretern aus den drei Gemeinden, war zuvor mit dem Nauen Max nach Luzern gefahren. Beim Zug durch die Stadt erregten die lautstarken Trychler ordentlich Aufsehen. Die Jugendmusik Seegemeinden hatte zu Beginn des Anlasses den Gästen mit dem Marsch «Furchtlos und treu» bereits eine Kostprobe aus ihrem Repertoire geboten. Dähler ordnete in seinem «Werbespot» den vier Begriffen «Luft, Erde, Wasser und Feuer» Eigenheiten, Eigenschaften und Geschichten der drei Gemeinden Vitznau, Weggis und Greppen zu. Wie etwa das überaus milde Klima, wo Feigen, Trauben, ja sogar Palmen gedeihen.

Das Nizza in den Alpen

Die Gegend ist bekannt für den Gemüse- und Obstanbau. Die Produkte werden seit jeher am Luzerner Wochenmarkt angeboten. Der Tourismus entwickelte sich ab dem 19. Jahrhundert. Als eine Rigi-Besteigung als absolutes «Muss» wurde. Heute leben 7000 Menschen in den Seegemeinden. Die Hotels zählen 300000 Übernachtungen, 1 Million Tagesgäste lässt sich von See, Bergen, der ältesten Zahnradbahn Europas (1871) und vielem mehr bezaubern. Als «most charming place» bezeichnete Reiseschriftsteller Mark Twain Weggis. Andere reden von einem «über die Alpen gesprengtes Nizza». Unvergessen, das Weggiser-Lied, das nach einem Ausflug des Solothurners Johann Lüthi 1832 entstanden und heute noch aktuell ist. Und zum Abschluss des Grussworts von den 20 Jungmusikern unter der Leitung von Fabio Küttel einmal mehr gespielt wurde.

Die Jugendmusik der Seegemeinden bei ihrer Vorführung. (Bild: Roger Zbinden, Luzern, 4. Mai 2019)

Die Jugendmusik der Seegemeinden bei ihrer Vorführung. (Bild: Roger Zbinden, Luzern, 4. Mai 2019)

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