St. Otmars Rumpfteam ist gegen die Aargauer Handballer chancenlos

St. Otmars Handballer verlieren das NLA-Auswärtsspiel gegen Suhr Aarau 19:23, bleiben aber Vierter.

Daniel Good
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Der St. Galler Rares Jurca (rechts): sechs Tore, aber viele Fehlversuche

Der St. Galler Rares Jurca (rechts): sechs Tore, aber viele Fehlversuche

Bild: Benjamin Manser

Vier Leistungsträger fehlen, mit Frédéric Wüstner tritt überdies der Abwehrchef angeschlagen an. Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Gastspiel im Aargau waren für St. Otmar ungünstig. Suhr Aarau setzte sich denn auch 23:19 durch und schloss in der Tabelle nach Punkten zu den St. Gallern auf. Die Ostschweizer bleiben aber Vierter, weil sie die bessere Tordifferenz haben.

Die erfolgreiche Verteidigung des vierten Tabellenranges und dass sich keine weiteren Spieler verletzt haben, waren aus St. Galler Sicht das Beste an der Partie. Mit einer effizienteren Chancenauswertung wäre für St. Otmar sogar ein Punktgewinn möglich gewesen. Sinnbildlich war aber der Abschlussversuch von Rares Jurca fünf Sekunden vor dem Ende der Partie. Der Rumäne scheiterte in aussichtsreicher Position nahezu unbedrängt. Er schoss den Aargauer Ersatzgoalie an.

Eine Pause hätte dem Routinier gut getan

Linkshänder Jurca war mit sechs Treffern zwar der erfolgreichste Torschütze der St. Galler. Aber der Rückraumspieler verzeichnete auch sieben Fehlversuche. Eine Pause hätte dem 37-Jährigen sicher gut getan, aber es stand kein Ersatzmann bereit. «Zum Wechseln hatten wir keinen. Das ist schon frustrierend», sagte St. Otmars Präsident Hans Wey.

Um die ersten zehn Tore zu erzielen, benötigten die Ostschweizer 36 Minuten. Zur ungenügenden Chancenauswertung kamen viele Fehler im Spielaufbau. Fehlpässe führten zu einer Reihe von Gegentoren. Auch die weiteren Schlüsselspieler im Rückraum – Andrija Pendic und Spielertrainer Bo Spellerberg – zogen nicht ihren besten Tag ein.

Der Goalie hält St. Otmar einigermassen im Spiel

Diese Mängel spielten Suhr Aarau in die Karten. St. Otmar war nur bis zum 4:5 konkurrenzfähig. Dann gelang den St. Gallern während acht Minuten kein weiterer Treffer mehr und die Aarauer zogen auf 8:4 davon.

Bester Spieler St. Otmars war einmal mehr Nationalgoalie Aurel Bringolf. Mit insgesamt 15 Paraden hielt er seine Mannschaft einigermassen im Spiel. Auch die St. Galler Verteidigung hielt sich ansprechend und kassierte die Hälfte weniger Tore als am Mittwoch in Thun.

Fünf Meisterschaftsspiele ohne Sieg

St. Otmar wartet mittlerweile seit fünf Spielen auf einen Sieg. Dass der Club in der Tabelle immer noch gut klassiert ist, haben die St. Galler dem starken Saisonstart zu verdanken. Denn mit Leistungen wie gegen Suhr Aarau könnte St. Otmar in den Abstiegskampf verwickelt werden. Zudem wird der Traum von der Cupfinal-Qualifikation kaum zu verwirklichen sein. Am Donnerstag treffen die St. Galler im Halbfinal als grosser Aussenseiter auswärts auf den Leader Kadetten Schaffhausen.