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Cédric Kuchen: «Squash ist für mich ein Lifestyle»

Cédric Kuchen will es noch einmal wissen: Im Sommer hat er wieder die Lizenz für die Tour der Profis gelöst. Dabei geht es ihm aber nicht in erster Linie um eine gute Position in der Weltrangliste.
Stefan Kleiser
Bereit, noch einmal ganz auf Squash zu setzen: Der Krienser Cédric Kuchen. Bild: Stefan Kleiser

Bereit, noch einmal ganz auf Squash zu setzen: Der Krienser Cédric Kuchen. Bild: Stefan Kleiser

«Ich bin eine Person, die Mühe hat, zwei Sachen nebeneinander zu machen», erzählt Cédric Kuchen. Jetzt, da er das Wirtschaftsstudium an der Universität Luzern beendet hat, kann der 26-Jährige wieder ganz auf Squash fokussieren. «Ich habe mich entschieden, Berufstrainer zu werden», verrät der Krienser. Der Anfang ist gemacht: Zusammen mit dem Clubkollegen Amadeo Costa trainiert Cédric Kuchen im Sportpark Pilatus die Gruppe der 9- bis 12-Jährigen.

Sie sollen einmal so gut werden wie ihr Coach: Mit 12 fand Kuchen in den Court, vier Jahre später gewann er an der Junioren-SM seine erste Medaille, und 2011, nur zwei Jahre später, löste er die Lizenz für die Tour der Profis. Aktuell wird Kuchen im Schweizer Ranking auf Position sechs geführt, Mitte März will er an der Schweizer Meisterschaft in die Top 3 vorstossen.

Dreieinhalb Jahre spielte Kuchen nicht mehr international. «Die Kombination mit Studium passte nicht. Ich verlor die Freude», erinnert sich Kuchen. Ein Leben ohne Squash? «Unvorstellbar», sagt er heute. «Aber ich könnte meine Leidenschaft natürlich in einem anderen Sport finden.» Er ist schon einen Halbmarathon gelaufen, und im Sommer sitzt er auf das Rennvelo. «Auch auf dem Velo suche ich die Herausforderung. Ich bin wettkampforientiert.»

Neun Stunden am Tag in Bewegung

Nun will Kuchen die eigene Grenze im Squash ausloten. «2011 habe ich noch nicht gewusst, was ich brauche», blickt er zurück. Nun wisse er es. «Das Ziel im Sport ist es doch, dass du das Beste aus dir herausholst. Du willst deine beste Version werden.» Also hat der Krienser die Zahl seiner wöchentlichen Trainings auf acht bis zehn erhöht. «Das ist eher viel. Denn wenn ich noch vier bis fünf Stunden pro Tag Training gebe, dann habe ich neun Stunden pro Tag Bewegung.»

Anfangs sei dies eine Herausforderung gewesen, gerade auch wegen des guten Starts in die Saison. «Ich gewann in der NLA fast alle wichtigen Spiele», sagt Kuchen. Doch im November und Dezember lief es nicht mehr rund. Er müsse noch lernen, wann er sich zurücknehmen und eine Pause einlegen müsse. «Lange geht es gut. Und plötzlich bist du im Sumpf drin. Dann willst du wieder besser spielen und trainierst noch mehr.» Dabei wäre es anders herum richtig. Ausspannen kann sich Kuchen auch in seinem grossen Kollegenkreis: «In der Freizeit bin ich mit Freunden unterwegs. Wir reden viel, machen aber eher ruhige Sachen. Das ist ein Ausgleich für mich.»

Um wieder in Form zu kommen, nahm sich Kuchen deshalb über Weihnachten und Neujahr ein paar Tage frei. «Jetzt fühle ich mich wieder topfit.» Vor zwei Wochen zwang er Dimitri Steinmann, die Nummer 70 der Welt, in einen Entscheidungssatz. Kuchen selbst hat sich, seit er im Juli 2018 wieder eine PSA-Lizenz hat, in der Weltrangliste von Platz 422 auf Rang 285 vorgearbeitet. Im Dezember debütierte er in der Bundesliga – mit zwei Siegen für Hamburg.

Doch nun kommen die wichtigsten Wettkämpfe: Die Schweizer Meisterschaft und die Swedish Open im März, die NLA-Playoffs im April, die Team-EM im Mai. 2018 wurde Kuchen erstmals für die Nationalmannschaft aufgeboten. Zweiter Ersatzspieler möchte er aber nicht mehr sein – sondern die Nummer vier. Ebenfalls im Mai stehen die Sekisui Open in Kriens an – eine Chance, weitere Punkte fürs World Ranking zu sammeln. Doch eigentlich geht es Cédric Kuchen nicht um seine Platzierung. «Es gibt nicht den Punkt, an dem ich sage: Ich bin die Nummer 50 der Welt, jetzt kann ich aufhören. Squash ist für mich ein Lifestyle.»

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