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SC-Buochs-Talent Christoph Frank: «Solide reicht nicht immer»

Die Buochser stehen in der 1. Liga für Offensivfussball. Umso wichtiger sind daher Spieler, die für die defensive Absicherung sorgen – so wie der 18-jährige Christoph Frank.
Stephan Santschi
Der Buochser Christoph Frank (links), hier im Testspiel gegen Red Star, will zum Teamleader reifen. (Bild: Eveline Beerkircher (Buochs, 29. Juli 2018)

Der Buochser Christoph Frank (links), hier im Testspiel gegen Red Star, will zum Teamleader reifen. (Bild: Eveline Beerkircher (Buochs, 29. Juli 2018)

Es geschah in der Rückrunde der vergangenen Saison mehr als einmal, dass der Buochser Trainer Selver Hodzic einen Spieler explizit lobte. Die Zweikampfstärke, das Stellungsspiel, die Zuverlässigkeit – das alles gefiel ihm bei Christoph Frank ausserordentlich. 18-jährig ist der Gepriesene erst, und ins Team rutschte er vor allem, weil sich Anfang Jahr die Absenzen bei den Nidwaldnern häuften. Frank half in der Innenverteidigung aus und war mitbeteiligt am starken fünften Schlussrang in der 1.-Liga-Gruppe 2. «Ein sehr schönes Gefühl. Ich war nicht nur dabei, sondern habe vom Trainer und von Mitspielern Anerkennung erhalten», kommentiert der junge Mann den Wechsel vom Bankdrücker zur Stammkraft.

Und nun? Muss Frank zurück ins zweite Glied, da all seine Teamkollegen fit sind und das Kader im Defensivbereich sogar verstärkt wurde? Mitnichten. «Christoph hat bei uns eine wichtige Rolle. Er ist ein Einheimischer, den wir pushen wollen», sagt Trainer Hodzic. Frank freut’s, auch wenn er sich in der Vorbereitung wieder auf einer anderen Position eingewöhnen musste – voraussichtlich wird er als linker Aussenverteidiger fungieren. Frank gibt zu, dass es nicht immer einfach sei, wenn man auf dem Platz hin- und hergeschoben werde. Am wohlsten fühle er sich im zentralen, defensiven Mittelfeld. «Doch in erster Linie will ich spielen. Was passiert, wenn man eine neue Rolle nicht annehmen will, zeigt der Fall des Basler Stürmers, der nun den Verein verlassen muss.» Die Rede ist vom 21-jährigen Neftali Manzambi, der sich weigerte, im Qualifikationsspiel zur Champions League in Saloniki als rechter Aussenverteidiger auszuhelfen und sich nun nach einem neuen Arbeitgeber umschauen kann.

Sympathien für unauffälligen Superstar

Letztlich ist es zweitrangig, wo Frank spielt, sein Wert für den SC Buochs bleibt hoch. Denn im offensivgeprägten Spiel seiner Mannschaft mit vielen starken Individualisten sorgt er mit seinen Qualitäten für defensives Gegengewicht. «Ich bin einer, der im Hintergrund arbeitet», erklärt der Ennetbürger und verweist dabei auf einen Akteur, der diese Spielweise perfektioniert hat: N’Golo Kanté, Sechser bei Chelsea und seit kurzem Weltmeister mit Frankreich. Auf dem Platz ist Kanté so allgegenwärtig, dass Gegenspieler manchmal glauben, da spielten Zwillinge. In der Kabine sei er hingegen so still, dass er zuweilen kaum wahrgenommen werde, heisst es.

Charaktereigenschaften, die auch bei Frank zu erkennen sind: «Neben dem Platz ist er ein ruhiger Typ, im Spiel jedoch sehr aggressiv», sagt Selver Hodzic. Für Schabernack ist er aber durchaus zu haben. So musste er sich vor kurzem von einem Teamkollegen die Haare schneiden lassen, weil er eine Wette verloren hatte.

Vorfreude auf Cup-Hit gegen die Grasshoppers

Sobald es seine Leistungen und sein Stellenwert im Team erlauben, möchte Christoph Frank zu einem leidenschaftlichen Leader werden, so wie es derzeit Captain Christophe Lambert und Fabian Nickel verkörpern würden. Auch im Spiel nach vorne strebt er nach Fortschritten, weil er weiss, dass «solide nicht immer ausreicht». Den Traum vom Profifussball hat der Elektroinstallateurlehrling weiterhin in seinem Hinterkopf, Einsätze mit Lieblingsklub Manchester United sind seine Vision. «Spieler wie Fabian Schär, Renato Steffen oder Christian Fassnacht kamen aus der 1. Liga nach oben», das macht ihm Hoffnung. Selbst N’Golo Kanté wurde erst mit 22 Jahren Profi.

Mit Profis in Kontakt treffen die Buochser in der bevorstehenden Saison einmal mehr im Schweizer Cup. Im 1/32-Final am 19. August empfangen sie die Zürcher Grasshoppers, für die Frank von klein auf Sympathien hegt. Letztmals gelang dem SCB in diesem Wettbewerb vor vier Jahren mit dem 1:0-Sieg gegen die Young Boys eine Sensation. Frank fieberte damals als Junior im Publikum mit. «Die Zuschauerränge waren voll, und mit dem Schlusspfiff startete die Party. Was, wenn wir es wieder packen?», sinniert er mit Blick auf das erste Saisonhighlight.

Zunächst gelte der Fokus nun aber der Meisterschaft, am Samstag starten sie bei den Old Boys Basel in die neue Spielzeit. Wie letzte Saison möchten sich die Nidwaldner in der Spitzengruppe einnisten. «Wir sprechen nicht vom Aufstieg als Ziel. Aber wir wollen hinter dem FC Luzern, dem SC Kriens und dem SC Cham die Nummer vier in der Zentralschweiz sein.»

1. Runde. Samstag. 16.00: Old Boys – Buochs. – 17.00: Zofingen – Solothurn, Black Stars Basel – Schötz. – 18.00: Biel – Zug 94. – Sonntag. 14.30: FC Luzern U21 – Bassecourt. – 16.00: Delémont – Langenthal, Grasshoppers U21 – Goldau.

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