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Geräteturner Simon Stalder setzt Duftmarke

Simon Stalder (STV Rickenbach) und Fabio Gasser (BTV Luzern) liefern sich an den Getu Games in Malters ein Duell auf höchstem Niveau – mit dem besseren Ende für den Rickenbacher.
Stefanie Meier
Ein neues Element am Barren setzte Simon Stalder Anfang Jahr anderthalb Monate ausser Gefecht.(Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 10. Juni 2018))

Ein neues Element am Barren setzte Simon Stalder Anfang Jahr anderthalb Monate ausser Gefecht.(Bild: Corinne Glanzmann (Hochdorf, 10. Juni 2018))

Eine Woche vor dem Eidgenössischen Turnfest in Aarau präsentierte sich Simon Stalder in Bestform. An den Getu Games in Malters war es beinahe unverschämt, mit welcher Brillanz der Rickenbacher seinen Wettkampf eröffnete. Am Boden, dem Startgerät, liess er sich eine glatte 10 aufs Notenblatt schreiben. Die Kombination aus Radwende mit anschliessendem Temposalto, Flic-Flac und Salto rückwärts gestreckt mit ganzer Drehung zum Abschluss zeigte er wie aus dem Lehrbuch.

Der 28-jährige Simon Stalder besitzt eine enorme Sprungkraft, hinzu kommen sein unglaublich guter Orientierungssinn, seine Kraft und Kondition. Wichtige Voraussetzungen, um im Turnsport mit Fleiss und Ehrgeiz ein hohes Leistungsniveau erreichen zu können. Als ehemaliger Kunstturner weiss Stalder, was es bedeutet, hart und fokussiert zu trainieren.

Suarez wird ihm zum Verhängnis

Auf den Lorbeeren auszuruhen, ist nicht sein Ding. Keine Herausforderung ist ihm zu gross. Im Gegenteil – er liebt und braucht diesen Reiz. Anfang Jahr wagte sich Stalder am Barren an ein neues Element namens «Suarez». Das ist ein Salto rückwärts aus dem Vorschwung im Stütz mit Drehung in den Oberarmhang. Klingt kompliziert, für Stalder aber genau das Richtige. Es ging lange Zeit gut, bis es beim x-ten Versuch ordentlich knackste im Schultergelenk. «Trotz leichter Spannung im Schultergelenk habe nicht damit gerechnet, dass es was Schlimmes sein könnte. Reckturnen hat noch prima funktioniert. Am Tag darauf hatte ich dann Schmerzen, da war es mir etwas mulmig zu Mute», erklärte Stalder. Dabei kam der bereits vereinbarte Physiotermin gerade gelegen. Der Physiotherapeut stellte fest, dass das Schultergelenk kurz ausgekugelt und wieder reingesprungen war. «Das hat sich nicht so angefühlt, aber der Physio war sich seiner Diagnose ziemlich sicher», meinte Stalder.

Projekt Sie+Er für das Turnfest

(stm) Am Eidgenössischen Turnfest tritt Simon Stalder zusammen mit der Uzwilerin Céline Leber zusätzlich am Sie+Er-Wettkampf an. «Da ich nach St. Gallen oder Céline nach Rickenbach reisen muss, ist der Zeitaufwand dazu äusserst gross. Doch wir wollten das Sie+Er-Turnen gerne einmal ausprobieren und freuen uns nun auf den Wettkampf in Aarau», meinte Stalder, der am Eidgenössischen gleich mehrfach im Einsatz stehen wird und an allen Fronten auch ein gewichtiges Wort um den Turnfestsieg mitreden möchte.

Als Folge dieses Missgeschicks musste Stalder anderthalb Monate pausieren. Diese ungewollte Auszeit stellte seine Wettkampfvorbereitung etwas auf den Kopf. «Anstatt neue Übungen zusammenzustellen, habe ich auf die bestehenden Übungen aufgebaut», präzisierte der Rickenbacher. Zweimal die Woche trainiert er mit der Sektion Sprung und Barren. Dazu kommt ein weiteres Training in der Turnwerkstatt in Malters. 08/15 war gestern. Darum geniesst Stalder die Möglichkeiten, die ihm die Turnwerkstatt bietet. Schnitzelgrube und zusätzliche Polster schützen ihn (meist) vor möglichen Verletzungen.

Kampfansage für das Turnfest in Aarau

Stalder sorgt immer wieder für Gänsehaut. Vergangenen Samstag fiel am Sprung gleich nochmals die Bestmarke 10,00. Es war ein fulminanter Start-Ziel-Sieg des amtierenden Schweizer Meisters der Königskategorie 7. Seine Dominanz unterstrich er auch am Barren (9,80) und am Reck (9,70). Mit 48,90:48,70 Punkten gewann er vor Fabio Gasser, der am Sprung ebenfalls die Höchstnote 10,00 erturnte. Auf Rang drei komplettierte Alexander Kurmann (BTV Luzern) das Podest.

Stalder ist bereit für das bevorstehende Eidgenössische Turnfest in Aarau. Sein Ziel? Der Titel. Aber vor allem wolle er viel Spass haben und das Turnfest-Feeling geniessen. Denn vor sechs Jahren hat er sich wegen eines Mittelhandknochenbruchs zwei Wochen vor dem Ereignis gleich selbst aus dem Wettkampf genommen. Heuer will er angreifen, denn ein Turnfestsieg würde sich in seinem sonst schon herausragenden Palmarès bestimmt gut machen. Stalders ebenbürtige Konkurrenten werden ihm jedoch die Stirn bieten. Macht er einen Fehler, steht der nächste bereit.

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