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Die Erfahrung des Ex-Profis Sandro Foschini ist für den SC Cham Gold wert

Der SC Cham trifft am Sonntag im Cup auf den FC Aarau (14 Uhr, Eizmoos). Der Routinier Sandro Foschini strahlt Zuversicht aus.
Martin Mühlebach
Sandro Foschini will seinen ehemaligen Teamkollegen vom FC Aarau den Schneid abkaufen. Bild: Maria Schmid (Cham, 15. August 2019)

Sandro Foschini will seinen ehemaligen Teamkollegen vom FC Aarau den Schneid abkaufen. Bild: Maria Schmid (Cham, 15. August 2019)

Der SC Cham hat im vergangenen Sommer einen Umbruch eingeleitet. Einige erfahrene Spieler haben den Verein verlassen. Die dadurch entstandene Lücke wurde mit jungen, talentierten Nachwuchskräften geschlossen. Der erst 31-jährige Sandro Foschini, der seit Juli 2018 die Farben der Eizmoos-Elf trägt, ist bereits der älteste Spieler im Kader des SC Cham. Dass die ersten zwei Saisonspiele gegen Köniz (0:2) und Black Stars Basel (0:3) verloren gingen, vermag Foschini nicht zu beunruhigen. Er betont: «Nebst der Kaderverjüngung hat mit Roland Schwegler und Emilio Gesteiro ein neues Trainer­gespann mit neuen Ideen das Kommando übernommen. Bei so vielen Veränderungen ist es nicht verwunderlich, dass noch nicht alles zusammenpasst.»

Es brauche halt eine gewisse Zeit, bis die nötigen Automatismen eingespielt seien. Trotzdem müssten Punkte her, um sich so schnell wie möglich aus den hinteren Tabellenregionen verabschieden zu können. Beim 1:1 vom vergangenen Wochenende im Auswärtsspiel gegen Zürichs U21 habe die Abwehr schon viel besser agiert.

Er hält den Ball viel lieber flach

Der ehemalige Profi Sandro Foschini, der beim FC Luzern unter Trainer Ciriaco Sforza sein Super-League-Début bestritt, hat alle Facetten des Fussballs hautnah miterlebt. Nach seinem Engagement beim FCL trug er den Dress des SC Kriens, ehe er zum FC Aarau wechselte, mit dem er unter Trainer René Weiler den Aufstieg in die höchste Schweizer Spielklasse schaffte, ehe er über Winterthur und Wohlen zum SC Cham stiess. Mit den in vielen Ernstkämpfen gesammelten Erfahrungen ist er prädestiniert, seinen jungen Mitspielern beim SC Cham mit Rat und Tat zu helfen – Foschinis Erfahrungen sind Gold wert. Der defensive Mittelfeldspieler, der den ehemaligen italienischen Internationalen Andrea Pirlo wegen seines ruhigen Spiels als Vorbild bezeichnet, verrät: «Ich lasse den Ball gerne laufen. Es macht mir Freude, wenn es mir gelingt, ein gepflegtes Kombinationsspiel mit genauen Pässen aufzuziehen.» Ein gutes Zweikampfverhalten und ein aussergewöhnliches Laufvermögen sind Foschinis Stärken. Als weit weniger gut stuft er sein Kopfballspiel ein, dem er – wenn immer möglich – aus dem Weg gehe. Statt mit dem Kopf versuche er mit Körpereinsatz den Ball unter Kontrolle zu bringen, um ihn flach weiterspielen zu können.

Wiedersehen mit ehemaligen Teamkollegen

Ob ihm dies auch am Sonntag gelingt, wenn der SC Cham den FC Aarau empfängt? Foschini meint: «Im Cup ist es schon vielen unterklassigen Teams gelungen, den höherklassigen ein Bein zu stellen. Wir werden mit diesem Wissen ins Spiel steigen und alles geben, um im Cupwettbewerb verbleiben zu können. Ich hoffe, dass gegen 2000 Fans aufs Eizmoos kommen und uns lautstark unterstützen werden.» Sandro Foschini, der früher für Aarau spielte, freut sich auf das Wiedersehen mit Sandro Burki, dem heutigen Sportchef des FCA, und auf Oliver Jäckle, der noch immer aktiv ist. «Wenn es zum Direktduell gegen ihn kommen sollte, werde ich Jäckle von Beginn an den Schneid abkaufen», sagt Foschini schelmisch lächelnd.

Foschini, der während seiner Zeit beim FCL und beim SCK ein gymnasiales Fernstudium absolvierte, wohnt in Hagendorn, wo er in einer Fensterfabrik als Kalkulator beruflich tätig ist. Der stets freundliche und aufgestellte junge Mann, dessen Vater Abele (56) beim Winterthurer Quartierclub Phönix Seen sein erster Trainer war, und Mutter Bernarda (54) sind bei praktisch allen Heimspielen ihres Sohnes vor Ort. «Das freut mich – denn die Familie ist für mich das Wichtigste im Leben. Deshalb will ich in absehbarer Zeit mit Eliane Schmoll, die ich während meiner Zeit beim FCL kennen lernte und nun schon seit acht Jahren liiert bin, eine eigene Familie gründen.» Es wäre schön, sagt Sandro Foschini, wenn er dereinst mit Sohn oder Tochter noch zum Plausch Fussball spielen könnte. Da er im Hier und Jetzt lebe, mache er sich weiter keine grossen Gedanken über die Zukunft. Ziemlich sicher sei, dass er seine aktive Fussballkarriere dereinst beim SC Cham beenden werde.

Kaum sind diese Worte verklungen, schiebt Foschini verschmitzt lächelnd nach: «Vielleicht erhalte ich nach meinem Engagement beim SC Cham ja noch ein Angebot aus China. Mal sehen, ich nehme alles Schritt um Schritt.»

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